Ärger auf dem Pferdehof

Frei laufender Hund beißt Hühner tot

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Landwirte, Hundehalter und Erholungssuchende haben unterschiedliche Interessen. Hinweisschilder zwischen dem Sportzentrum und den Aussiedlerhöfen rufen zu Rücksichtnahme auf.

Jügesheim - Auf dem Gelände des Aussiedlerhofs Wolf/Johannes im Westweiler hat offenbar ein freilaufender Hund am Mittwochnachmittag zwei Hühner totgebissen. Die Vögel wurden schlimm zugerichtet: Die weißen Federn waren im Umkreis mehrerer Meter verstreut.

Für Sigrid Johannes steht fest, dass nur ein Hund dafür in Frage kommen kann. Ein Fuchs hätte die toten Hühner nicht liegen gelassen, sondern verschleppt.

Fremde Hunde sind häufig zu beobachten

Fremde Hunde an den Pferdekoppeln sind häufig zu beobachten. Sie buddeln Löcher und lassen Stöcke auf der Wiese liegen. „Es ist nicht in Ordnung, dass Hunde auf ein Privatgrundstück laufen und dort Hühner totbeißen“, sagt Sigrid Johannes verärgert: „Die Leute müssen dafür Sorge tragen, dass ihre Hunde keine Tiere reißen.“

Hühnerhaltung ein Hobby

Für die Inhaber des Pferdehofs ist die Hühnerhaltung ein Hobby. Der Hahn und seine acht Hennen waren das, was man „glückliche Hühner“ nennt. Nach Lust und Laune gehen sie von ihrem eigenen kleinen Stall in den umzäunten Hühnerpferch, um dort im Boden zu picken. Für drei, vier Stunden am Tag dürfen sie frei herumlaufen. Meist tummeln sie sich dann an der nächsten Pferdekoppel. So auch am Mittwoch. Kurz vor 15 Uhr wurden die Hühner das letzte Mal lebend gesehen. 20 Minuten später waren zwei von ihnen tot. Von den Hundehaltern, die in der Nähe ihre Vierbeiner ausführten, hatte keiner etwas gesehen.

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Bei den Hühnern hat der Mittwoch Spuren hinterlassen, wie Sigrid Johannes berichtet: „Seither sind sie so verstört, dass sie sich kaum noch ins Freie trauen.“

eh

Quelle: op-online.de

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