„Freibad frei“

Schwimmbad im Familienbesitz

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Ohne lästiges Anstehen machte die 47-Meter-Rutsche im „privaten“ Freibad von Schaafheim nocheinmal so viel Spaß.  

Dudenhofen/Schaafheim - Alle schattigen Plätze belegt, Schlangen vor den Umkleiden, und im Wasser findet sich auch kein ruhigen Fleckchen mehr, um ungestört zu plantschen. Das ist bei den hochsommerlichen Temperaturen derzeit Alltag in vielen Freibädern und Badeseen.

Wie schön wäre es da, ein Schwimmbad ganz für sich alleine zu haben. Einmal vom Beckenrand springen ohne den Rüffel des Schwimmmeisters zu riskieren, entspannt und ohne Zickzack-Kurs Bahnen schwimmen, quer durchs Becken Ball spielen oder einfach die einmalige Ruhe genießen.

Dieser Traum ist für Petra Döpkemeyer in Erfüllung gegangen. Zusammen mit ihrer Familie und Freunden durfte sie am Freitagabend im Freibad in Schaafheim ganz ungestört genau das machen, was sie schon immer einmal im Schwimmbad tun wollte. Bei der Aktion „Freibad frei“ des Radiosenders hr3 hatte sie den exklusiven Badespaß gewonnen.

Ein ganzes Freibad für Familie Döpkemeyer

Und so hieß es um 20 Uhr: alle Badegäste raus, Familie Döpkemeyer rein. Der Schwimmmeister, der natürlich mit dazu gehörte, hängte einfach nach Betriebsschluss noch eine weitere Stunde dran. „Wir rocken das Schwimmbad“ freuten sich die Rodgauer vor dem Eingang und konnten es kaum erwarten, dass die Tore noch einmal nur für sie öffnen.

Petra Döpkemeyer (2. von rechts) gewann ein Freibad nur für sich, ihre Familie und Freunde. 

Mitgenommen hatte Gewinnerin Petra Döpkemeyer ihren Mann Frank, die Kinder Jaqueline und Nico, ihre Schwester Sabine und Ehemann Harald Erbe und die befreundete Familie Schwaar mit den Kindern Niklas, Paul, Jonathan, Magdalena und Mathilda. Und getroffen hat es mit Petra Döpkemeyer genau die Richtige.

Nicht nur, dass sie an diesem Abend ihren Geburtstag nachfeierte - nein, von einem Freibad für sich alleine hatte sie schon immer geträumt. „Ich hatte mal zu meinem Mann gesagt, wenn ich viel, viel Geld habe, dann miete ich mir ein ganzes Schwimmbad“, gestand sie.

Kaum ging die Tür am Freitagabend auf, stürmten besonders die Kinder Richtung Becken. T-Shirts aus, das Handtuch irgendwo hin, den Wasserball geschnappt und ab ins Wasser. Endlich konnten Kinder und Erwachsene einmal ordentlich toben und mussten auf niemand anderen Rücksicht nehmen. Alle Becken waren leer, die Liegewiese absolut handtuchfrei. Schnell war klar, dass es zuerst auf die 47 Meter lange Rutsche geht: einfach hochgehen und losrutschen, ganz ohne warten. Dann stand Wettschwimmen auf dem Programm, denn im großen Schwimmerbecken fehlte ja jedes Hindernis. Und die Gewinnerin ließ es sich nicht nehmen, jedes Spielgerät, jedes Wasserspiel und jede Rutsche im Schaafheimer Freibad einmal auszuprobieren.

Videoumfrage: Wie sicher sind unsere Badeseen und Freibäder

Während die Kinder noch rumtollten, Ball spielten und unermüdlich immer und immer wieder die Wasserrutsche hinunter sausten, machten es sich die Erwachsenen gemütlich. Wer nachher kein Auto mehr fahren musste, gönnte sich im Whirlpool einen Schluck Sekt aus Plastikgläsern - dieser Teil der Badeordnung galt weiter. Nachdem die Sonne schon eine Weile hinter den Baumkronen verschwunden war und das Wasser für die Ersten langsam zu kühl wurde, war der herrliche Badespaß auch schon wieder vorbei.

„Das war cool“ und „voll verrückt, aber schön“ lautete das einstimmige Resümee der exklusiven Gäste. „Da konnte man nochmal Kind sein“, freute sich Petra Döpkemeyer und ergänzte: „Da ist ein Traum für mich in Erfüllung gegangen.“

Das Freibad in Schaafheim ist aber nicht nur wegen seiner tollen Rutsche ein echter Geheimtipp. Im Gegensatz zu vielen andern Bädern findet sich hier auch tagsüber in der Regel immer noch ein freies Schattenplätzchen.

pep

Quelle: op-online.de

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