Weg am Friedhof

In Gummistiefeln zur Beerdigung

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Einer der drei Wege zum Friedhof ist bei Regen eine Zumutung.

Weiskirchen - An regnerischen Tagen wird ein Besuch des Friedhofs Weiskirchen nicht gerade zur Schlammschlacht. Zumindest aber können Schuhe und Kleidung verschmutzen, sofern man nicht aufpasst.

Nicht nur bei Beerdigungen ist der aufgeweichte Untergrund an einem der drei Zugänge zum Friedhof für die Trauergemeinde ein Ärgernis. „Dann laufen die Frauen auf Zehenspitzen in ihren schönen schwarzen Schuhen und die Anzughosen versauen“, klagt ein Weiskircher Bürger.

Den Rad- und Fußweg, der nahe der Udenhoutstraße zum Friedhof führt, bedeckt lediglich eine dünne Schicht Bessunger Kies. Es muss nicht mal viel regnen - und schon bilden sich Pfützen und Matsch. Natürlich erschließen außer diesem Matsch-Weg noch zwei weitere - gepflasterte oder asphaltierte - Zugänge den Friedhof. Besucher haben also die Wahl. An dem umstrittenen Kiesweg liegen aber Parkplätze. Und die werden - so wie auch der Weg - nicht nur bei Begräbnissen selbstverständlich regelmäßig genutzt.

„Bei Beerdigungen ist es ganz schlimm. Dann müssen die Leute mit Taschentüchern ihre verdreckten Schuhe putzen. Der Schmutz wird in die Trauerhalle getragen und alle schimpfen“, berichtet der Weiskircher, der in der Zeitung nicht namentlich genannt werden möchte.

Steile Rollstuhlrampe sorgt ebenfalls für Ärger

Der Mann nennt noch zwei weitere Probleme beim Namen: die absurd steile Rollstuhlrampe an der Treppe zum Friedhof und die zu niedrige Zahl an Parkplätzen rings um den Friedhof. Fläche für eine Erweiterung der Stellplätze wäre am Matsch-Weg vorhanden. Und die Rampe bezeichnet selbst die städtische Friedhofsverwaltung als „Schildbürgerstreich“. Mitarbeiterin Christina Breuninger fragt sich, „wie das vor etwa zehn Jahren so gebaut und abgenommen werden konnte“. Rollstuhlfahrer können die Steilfahrt auf keinen Fall bewältigen. Auch Helfer wären hoffnungslos überfordert. Zum Glück gibt es noch die beiden anderen behindertenfreundlichen Zugänge zum Friedhof. „Denn wenn wir diese Rampe jetzt gescheit bauen sollten, müssten wir viel Geld in die Hand nehmen“, sagt die Fach-Frau.

Über das Matsch-Problem habe sich bisher noch niemand bei der Friedhofsverwaltung beklagt. Trotzdem verspricht Christina Breuninger: „Wir sehen uns das an und überlegen, ob wir was verbessern können.“ Auch im Ortsbeirat Weiskirchen war der Fußweg am Friedhof schon einmal Thema. „Vor etwa drei Jahren wurde der Weg dann aufgefüllt und gewalzt“, erinnert sich Ortsvorsteherin Annemarie Jonas (CDU). Aktuell liegen ihr allerdings keine Beschwerden vor.

Quelle: op-online.de

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