Neue Veranstaltungsformate

Frischer Wind fürs Stadtmarketing

Rodgau - Selbstbewusst, gemeinsam und mit frischen Ideen soll sich Rodgau als Einkaufsstadt und Gewerbestandort präsentieren. Dazu gehören Veranstaltungen mit Profil, ein optimiertes Kundenleitsystem und ein durchdachtes Marketing.

„Die Stadt mit fünf Sternen“: So könnte Rodgau nach Ansicht des Wirtschaftsförderers Bernhard Schanze für sich werben. Auf der Suche nach rodgautypischen Punkten nennt er an erster Stelle die Form und Lage der Stadt: „Eine Bandstadt mit ländlichem Umfeld - das kann keine andere Stadt in Deutschland bieten.“ Das Opel-Testcenter sei ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für das Stadtmarketing. Rodgau stehe aber auch für „Lebensqualität und kulturelle Vielfalt“.

Etwa 30 Selbstständige haben sich ein Jahr lang unter Schanzes Federführung mit Fragen des Stadtmarketings auseinander gesetzt. Erste Ergebnisse stellten sie jetzt vor. Bereits im nächsten Jahr wollen sie an verkaufsoffenen Sonntagen neue Veranstaltungsformate umsetzen. Das Frühlingsfest soll unter dem Motto „Blühende Landschaften“ auch Gärtnereien und Kunsthandwerker einbeziehen. Später im Jahr will man einen „Rodgauer Herbst“ in mehreren Stadtteilen etablieren. Dabei setzt der Wirtschaftsförderer auch auf die Mitwirkung der Landwirte - mit Bauernmarkt, Hoffesten oder einer Traktorenschau. Nach dem ausgefallenen Adventsbummel in diesem Jahr soll sich Jügesheim als Standort eines mehrtägigen Weihnachtsmarktes etablieren.

Die Rodgauer Autoschau

Besucher aus der ganzen Region lockt die Rodgauer Autoschau alle zwei Jahre auf den Puiseauxplatz. Als weiteres Highlight für die Region wollen engagierte Unternehmer an den Erfolg der Rodgau-Messe 2000 anknüpfen, die rund 30.000 Besucher hatte. Als neuer Standort für die mehrtägige Verbrauchermesse sind die Wiesen am Badesee im Gespräch. Dort ist nicht nur Platz für Großzelte und die Autos der Besucher, auch die Verkehrsanbindung ist ausgesprochen gut.

Allerdings komme der Erfolg nicht von allein, gibt Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze zu bedenken. Jede Veranstaltung sei nur so gut wie die Bereitschaft jedes Einzelnen, sich daran zu beteiligen: „Es reicht nicht aus, am verkaufsoffenen Sonntag die Ladentür zu öffnen.“ Zur Fortbildung für ortsansässige Unternehmer bietet die Agentur für Wirtschaftsförderung mit der IHK Offenbach eine vierteilige Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Betriebliches Marketing für Einzelhandel und Dienstleistungen“ an. Die erste Veranstaltung am 16. Januar befasst sich unter anderem mit der Schaufenstergestaltung.

Zur besseren Orientierung für Einwohner und Gäste soll das Kundenleitsystem der blauen Hinweisschilder ausgebaut werden. Wegweiser sollen Kunden künftig vom Ortseingang bis zur Ladentür leiten. Der Wildwuchs an Gewerbeschildern wird dann überflüssig. Auch an ein gemeinsames Logo sowie einen „Einkaufsführer“ in gedruckter Form und im Internet ist gedacht, um den „Marktplatz Rodgau“ zu präsentieren.

Quelle: op-online.de

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