Friseur auf der Straße

Während sich die Nieder-Röder Unternehmen über sehr gute Besucherzahlen freuten, verliefen sich am Puiseauxplatz die wenigen Besucher. Nur die Hüpfburg lockte Kinder und Jugend an.

Rodgau (pul) - Einem Friseur über die Schulter blicken und ein Autohaus zum Anfassen: 59 Unternehmen öffneten stadtweit am Sonntag für Besucher ihre Pforten. Die breite Palette an Branchen lockte viele Bürger in die teilnehmenden Betriebe.

Das Bild in den Ortskernen war gemischt. Nennenswerte Besucherzahlen fanden sich nur in Jügesheim, wo offene Türen des Einzelhandels gebündelt vertreten waren.

Der GHD (Förderverein Rodgau Gesamtgewerbeverein Gewerbe, Handel, Handwerk, Dienstleistung) lud die Rodgauer zum ersten Tag des offenen Unternehmens ein. Dabei lockten Handwerks- und Industriebetriebe mit Einblicken hinter ihre Kulissen und Einzelhändler präsentierten ihre Waren.

Die Resonanz bei den Unternehmen war sehr unterschiedlich. Nahmen in Jügesheim 41 Gewerbetreibende die Chance wahr, dem Publikum Produkte und Tätigkeiten zu präsentieren, waren es in Nieder-Roden elf, in Weiskirchen drei, und in Dudenhofen und Hainhausen nur jeweils zwei Betriebe.

Die Vorarbeit der teilnehmenden Unternehmen und Organisatoren hatte jedenfalls deutlich mehr Publikum verdient. Auf dem Puiseauxplatz verloren sich über lange Zeit nur wenige Besucher. Schon zur Mittagszeit baute dort ein Aussteller seinen Zelt-Pavillion wieder ab; sicher auch bedingt durch zunächst regnerische und windische Witterung.

Einzig in der Jügesheimer Ortsmitte freuten sich die 41 teilnehmenden Betriebe über Besucherzahlen, die im Laufe des Nachmittags zunahmen. Die meisten Industriebetriebe, besonders in Nieder-Roden, hatten ebenfalls guten Zuspruch. Viele Firmeninhaber gaben mit Ausschank, kleinen Leckereien und bunt geschmückten Ständen dem Tag einige fröhliche und farbige Tupfer.

Dabei fungierte der Hermann-Sahm-Platz als Publikumsmagnet. Dort präsentierten Otto und Thomas Larisch zwei ihrer eigenhändig renovierten Bulldogs. Die beiden Einzylinder aus den Jahren 1938 und 1948 gehörten zu den Hinguckern vor dem Jügesheimer Rathaus. Daneben tuckerten die Benzinmotoren von Harald Weber. Dass die Maschine aus der Kaiserzeit (Baujahr 1912) immer noch ihren Dienst erfüllt, bewies der Jügesheimer beim Füllen einer Badewanne mit schäumendem Wasser.

Der GHD-Vorsitzende Gerhard Lederer zeigte sich mit der reibungslosen Organisation zufrieden. Die Vorbereitungen für die zweite Veranstaltung dieser Art 2012 wird Gerhard Lederer noch in diesem Jahr beginnen. Dann wird er auch jene Unternehmen um offizielle Teilnahme bitten, die außerhalb des organisierten Programms ihre Türen öffneten.

Verbesserungsvorschläge für 2012 waren von den Teilnehmern häufig zu hören. Frühere und vor allem mehr Werbung oder die Verlagerung aus der mit Veranstaltungen überladenen Sommerzeit hinein in den Herbst waren geäußerte Ideen.

Sehr gut kam der Shuttle-Service an, der die Besucher in die fünf Stadtteile transportierte. Eine prima Idee und für die Bürger Gelegenheit, auch die etwas abgelegenen Betriebe zu besuchen.

Quelle: op-online.de

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