Frosch auf Weltreise

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Eine ebenso liebevoll wie aufwändig inszenierte Show läutete die TGM SV-Fassenachtskampagne ein, die unter dem Motto „Bei Fassnacht in der Wasserwelt die Nixe sich zum Frosch gesellt!“

Jügesheim ‐ Ein wahrhaft spritziger Ufftakt machte am Samstagabend so richtig Lust auf die Narrensaison. Die Fassenachter der TGM SV Jügesheim feiern die Kampagne im, auf, über, unter und neben dem Wasser. Von Michael Löw

Auf der Bühne tummelten sich singende Meerjungfrauen, grazile Synchronschwimmerinnen, bunte Fische, tanzende Pinguine und ein blaubärtiger Poseidon samt hübscher Nixe. „Bei Fastnacht in der Wasserwelt die Nixe sich zum Frosch gesellt!“ steht bis Aschermittwoch als Motto über den Veranstaltungen der Narren aus der Weiskircher Straße.

Die Hauptrolle der gut eineinhalbstündigen, ebenso liebevoll wie aufwändig in Szene gesetzten Show spielte indes Paul Quappe, ein Frosch auf Brautschau (André Haus). Der vereinsamt daheim im Wallersee und wird vom Herrscher des Hainhäuser Mülltümpels (Peter Gajewski) auf eine Reise durch die Seen, Flüsse und Meere der Welt geschickt.

Umwerfend komisch: der Griff zur Klospülung, mit dem sich Paul Quappe von einem Gewässer zum nächsten befördert. Wo immer er auch hinkommt, watschelt ihm Taucher Heiko Fischer vor die Froschschenkel und rezitiert Heinz-Erhard-Sprüche rund ums kühle Nass.

Am Ende landet der Frosch wieder im Wallersee, wo ihn die Nixe B-Rielle (Jennifer Liszt) küsst. Doch nicht immer muss sich dabei die Amphibie in einen Prinzen verwandeln. Es geht auch andersrum.

Die Macher des Ufftakt-Programms peppten Paul Quappes Weltreise mit (Garde-)Tänzen, Männerballett, Puppenspiel, neu synchronisierten Filmszenen (u.a. Frank Rebel und Erik Tauber) und viel Gesang auf. Meike Köhler, André Kraus und die Giesemer Trottwa Lerche sind feste Größen in der gesungenen TGM SV-Fassenacht. Fabian Balz, der 15-jährige Jugendpräsident, präsentierte sein erstes Solostück vor großem Publikum, als hätte auch er schon jahrelange Routine.

Bereits 14 Jahre Tradition hat der Besuch des Rodgau-Prinzenpaares bei der TGM SV. Das Gefolge von Elisabeth I. und Matthias III. wurde am Samstag von Peter Otto angeführt. Er vertrat den TGS-Sitzungspräsidenten Rudi Ott, der sich nachmittags beim Joggen das Knie verdreht hatte.

Schade eigentlich, dass die Mottoshow, die fast gänzlich ohne Politik auskam, aber vor Wortspielereien und Witz nur so sprühte, nach dem Ufftakt nie mehr wieder zu sehen ist. Die mehr als 50 Akteure hätten mit dieser Nummer weitere Auftritte verdient - der lang anhaltende Beifall im vollen Saal bewies das.

Quelle: op-online.de

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