Frühlingsfest trotzt dem Regen

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Vom Kunsthandwerk bis zur mitreißenden Zumba-Vorführung reichte das bunte Programm beim zehnten Frühlingsfest in Jügesheim.

Rodgau (eh) - Zehn Jahre Frühlingsmarkt und 25 Jahre Rodgau-Passage: Für den Einzelhandel gab es gestern doppelt Anlass zum Feiern. Und die Kunden feierten mit - trotz der kühlen Witterung und trotz des Nieselregens am Anfang. Wozu gibt es schließlich Schirme?

Beim Einkaufsbummel gab es auch auf der Gass’ allerhand zu hören und zu sehen. Hundevorführungen, Zumba-Sport und Straßentheater auf der Weiskircher Straße, viel Musik in der Rodgau-Passage und ein kleiner Hobbykünstlermarkt luden ein, immer wieder stehen zu bleiben.

Das Ensemble „Theater total“ gab Kostproben der Goldoni-Komödie „Mirandolina“. Wer das komplette Stück sehen möchte, kann das am kommenden Wochenende in der Gärtnerei Fischer tun. Werbung in eigener Sache machte auch die Bigband der Georg-Büchner-Schule: Ihre swingende Gute-Laune-Musik in der Passage machte Lust auf mehr - in diesem Fall auf das Konzert am Sonntag, 25. März. Auch der Kinderchor der Sängervereinigung Jügesheim, die Guggemusik „Druff Kapell“ und die Giesemer Trottwa-Lersche sorgten für Stimmung in der Rodgau-Passage.

Mit Bau der Passage Mut bewiesen

Die Einkaufspassage im Herzen der Stadt stand auch im Mittelpunkt der Grußworte zur Eröffnung des Frühlingsfests. Philipp J. Rupp habe mit dem Bau der Rodgau-Passage vor 25 Jahren „Mut bewiesen“, würdigte Stadtrat Michael Schüßler. 1987, zehn Jahre nach der kommunalen Gebietsreform, seien die Menschen noch weit von einem Rodgau-Gefühl entfernt gewesen. „Die Familie Rupp hat hier Pionierarbeit für den Einzelhandel und für unsere Stadt geleistet“, so Schüßler. Dieser Weitblick wirke noch heute nach. Unter den Besuchern war auch Ehrenbürger Paul Scherer, in dessen Amtszeit als Bürgermeister die Rodgau-Passage eröffnet worden war.

Bilder vom Frühlingsfest

Kunst und Unterhaltung beim Frühlingsfest

Philipp Rupp junior sprach anstelle seines erkrankten Großvaters. Die Idee einer Einkaufspassage mitten im Ort sei seinem Opa schon seit Jahren durch den Kopf gegangen, als sich durch den Umzug der Lederwarenfabrik „Esquire Rupp & Ricker“ schließlich die Möglichkeit zur Realisierung ergab. Philipp J. Rupp habe nicht nur ein Zentrum des Einzelhandels im Ortskern schaffen, sondern auch seine Heimatstadt fördern wollen. Der Enkel dankte allen Mietern der Geschäfte und Büroräume: „Sie und ihre Kunden erfüllen die Passage mit Geist und Seele.“ Die Offenbach-Post und das Reisebüro Keller seien als Mieter der ersten Stunde von Anfang an dabei. Auch nach 25 Jahren gebe es in dem Einkaufszentrum eine gute Mischung: „Die Passage floriert nach wie vor.“

Als „Kick-Off“ im Kalender des Rodgauer Gewerbes bezeichnete Stadtrat Schüßler das Frühlingsfest und den verkaufsoffenen Sonntag. Fest geplant sind unter anderem die Autoschau auf dem Puiseauxplatz (im Mai) und eine Gewerbeausstellung in Dudenhofen.

Quelle: op-online.de

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