Fusion von TGS und TGM SV geplatzt

Rodgau ‐ Die Fusion zwischen TGS und TGM SV Jügesheim ist  auf den letzten Drücker geplatzt. Zwar hatten sich Anfang dieser Woche mehr als 80 Prozent der TGM SV-Mitglieder für die Verschmelzung ausgesprochen. Gescheitert ist das Vorhaben aber am Votum der TGS-Mitgliedschaft. Von Bernhard Pelka

Am Freitagabend kam bei einer außerordentlichen Versammlung der TGS nicht die erforderliche Dreiviertelmehrheit zusammen. 496 TGS-Mitglieder stimmten mit Ja, 205 aber mit Nein. Eine Stimme war ungültig, es gab sechs Enthaltungen.  Der amtierende Vorstand mit dem Vorsitzenden Prof. Dr. Jürgen Follmann, dessen Stellvertreter Peter Döbert und Schatzmeister Lothar Mark wird als Konsequenz aus dieser Abstimmung am 6. Mai bei der TGS-Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl antreten. Dr. Follmann sagte unserer Zeitung, er könne sich mit dem Verein nicht mehr identifizieren. So weh ihm dies auch tue.

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Überdies sieht es danach aus, als seien nun die Pläne für den Bau eines neuen Sport- und Kulturzentrums auf dem Feuerwehrplatz in Jügesheim gestorben. TGS und TGM  SV hatten dieses Zentrum für vier Millionen Euro gemeinsam bauen wollen. Bei vielen Gästen des Abends hinterließ das Ergebnis Bestürzung. Enttäuscht und betroffen zeigte sich etwa der Sportkreisvorsitzende Peter Dinkel, der die Fusion befürwortet und über Monate hinweg engagiert begleitet hatte.

Vorsitzender bedankt und entschuldigt sich bei der TGM SV

Hier das Schlusswort von Dr. Follmann, das er sichtlich bewegt am Ende der Marathon-Versammlung in der zeitweise mit 750 Mitgliedern gefüllten Aula der Georg-Büchner-Schule sprach:

„Liebe Mitglieder, leider haben wir es nicht geschafft, in eine gemeinsame Zukunft zu gehen. Diese historische Chance haben wir heute verpasst. Liebe Freunde der TGM SV, dies tut mir außerordentlich leid und weh. Ich möchte mich insbesondere bei euch herzlich für die weit geöffnete Tür und die ausgestreckte Hand bedanken.

Ich danke auch allen dafür, die sich heute in die Entscheidungsfindung eingebracht haben. Ein besonderes Dankeschön möchte ich allen aussprechen, die sich in den letzten Monaten für diese Vision eingesetzt und bis zum letzten Tag mitgekämpft haben. Ihr seht, dass die Mehrheit der Mitglieder (496 Ja-Stimmen, 205 Nein-Stimmen) diesen Weg gerne mit gegangen wäre. Trotzdem dreht sich die Erde natürlich weiter. Es gilt nun, die TGS in stürmischer See in einen sicheren Hafen zu führen.

Unsere nächste Jahreshauptversammlung findet am 6. Mai in der Halle im Ostring statt. Hier gilt es, einen neuen geschäftsführenden Vorstand für diese Aufgabe zu finden. Meine beiden Vorstandskollegen und ich hatten bereits im Vorfeld angekündigt, dass wir bei einem Scheitern der Fusion für die Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen. Keine Person ist unersetzlich und neue Köpfe bringen neue Ideen ein.“

Quelle: op-online.de

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