Toleranz feiert Turniersieg

Jügesheim (pep) - ,,Respekt. Das ist das zentrale Thema in unserer Gesellschaft“, erklärte Olympiasieger Alexander Leipold beim Fußballturnier der bundesweiten Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus“, das zusammen mit der Stadt Rodgau in der Sporthalle Lange Straße veranstaltet wurde.

Neben dem Ringer waren auch andere Botschafter der guten Sache an anwesend, um Aufmerksamkeit für den Kampf gegen Vorurteile, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Sexismus zu schaffen.

In zwei Gruppen liefen Betriebsmannschaften, ein Team der Stadt und der Freiwilligen Feuerwehr Rodgau Mitte auf und kickten eifrig für die gute Sache. Die Feuerwehr sprang kurzfristig für eine verhinderte Mannschaft ein und konnte sogar Bürgermeister Jürgen Hoffmann als Mitspieler gewinnen. Das Oberhaupt der Verwaltung konnte nicht genug bekommen, kickte er bereits schon im Team „Respekt!“ der Initiative mit. Als Dankeschön gab es von der Feuerwehr auch ein eigenes Trikot.

Bilder vom Fußballturnier

Fußballturnier „Respekt! Kein Platz für Rassismus“

„Das ist ein super Fußball-Fest“, freute sich Hoffmann zwischen zwei Spielen. Sandra Minnert, Schirmfrau der Initiative und ehemalige Nationalspielerin, war froh dabei sein zu können und sprach der Stadt für die Zusammenarbeit Lob und Dank aus. Sportlich fair ging es auf dem Platz zu, denn neben dem Turniersieg stand besonders der Spaß im Vordergrund. Den ersten Platz belegten die OFC Waldies, die sich im Finale gegen das Team „Zicos Erben“ durchsetzen. Im Spiel um Platz drei setzte sich die Auswahl von BMW durch, Lokalmatador „Stadt Rodgau“ erreichte immerhin Platz vier.

Für Unterhaltung sorgte nicht nur der Auftritt derCheerleaders, sondern auch das Einlagespiel des SGE Traditionsteams aus Frankfurt und der „Legenden des Sport“, dem Team der Initiative. Nur knapp musste sich das Team „Respekt!“ mit 8:9 geschlagen geben. Von der Tordifferenz einmal abgesehen, gewann der Respekt an diesem Tag jedoch ohne Einschränkung. Denn im Vordergrund stand das Zeichen, das die Akteure für Toleranz setzten.

Liste der prominenten Unterstützer lang

Die Liste der prominenten Unterstützer war lang. Besonders freute sich Schirmfrau Sandra Minnert über ihre ehemaligen Kolleginnen aus der Nationalmannschaft, die mitunter lange Anreisen in Kauf nahmen, um mitzumachen. Beim Pressetermin, den Schauspieler und Sänger Patrick Dewayne moderierte, berichteten auch IG Metall-Vorstand Bertin Eichler und der Gründer der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus GmbH“ Lothar Rudolf über die Erfolge des vergangenen Jahres und die weiteren Ziele. Seit einem Jahr ist die IG Metall Kooperationspartner der Respekt-Initiative und hilft, die Idee in Betriebe und Schulen zu bringen. Paralympics-Teilnehmerin und Nationalspielerin im Rollstuhlbasketball Nora Schratz ist seit 2010 Botschafterin: „ Das hat sich unglaublich entwickelt in der kurzen Zeit.“

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Rodgau solle keine Eintagsfliege bleiben, versprach Bürgermeister Jürgen Hoffmann, der bei einem Mädchenfußball-Turnier mit Sandra Minnert ins Gespräch gekommen war und nicht zögerte, das Turnier auszurichten. Auch Playmate Janina Wissler unterstrich als Botschafterin der Initiative die Wichtigkeit von Veranstaltungen wie dieser.

Quelle: op-online.de

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