Freie Wähler: Neuer Verein fördert Stadtteildenken

Rodgau - Bürgerengagement - ja, Stadtteildenken - nein. Mit einer Absage an die indirekte Forderung auf Widereinsetzung eines Ortsbeirats auch nach 2016 reagieren die Freien Wähler auf Stellungnahmen des im Juli gegründeten Vereins „Mein Nieder-Roden“.

„Dieser Verein, hervorgegangen aus einer Bürgerinitiative zur Realisierung eines eher problematischen Baugebietes, möchte den Interessen unseres südlichen Stadtteils Nieder-Roden inklusive Rollwald eine Stimme geben. Vom Grundsatz ist dies eine gute Idee, wären da nicht noch die weiteren vier Stadtteile Dudenhofen, Jügesheim, Hainhausen und Weiskirchen, deren Interessen gleichermaßen berücksichtigt werden müssen“, argumentiert Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Dauth in einer Pressemitteilung. Bürgerengagement sei zwar schön und gut, „aber nicht nur auf einen Stadtteil bezogen, sondern für ganz Rodgau“.

Dauth plädiert dafür, dass sich auch in den anderen Stadtteilen „übergeordnete Interessengruppen der Zukunft der Stadt annehmen, die vom gesunden Menschenverstand und nicht politisch, von wem auch immer, gelenkt werden.“ Die Ergebnisse aller Gruppen ließen sich dann im bereits seit einem Jahr agierenden Zukunftsrat zusammentragen.

Die Rodgauer Politik habe bis vor wenigen Jahren das Stadtteildenken forciert. Gemeinsam mit der Kooperation sei es aber 2011 gegen den Widerstand großer Teile der Opposition gelungen, die Ortsbeiräte ab 2016 abzuschaffen. Die vom neuen Verein indirekt erhobene Forderung, wieder einen Ortsbeirat einzusetzen, passe nicht mehr in die heutige Zeit einer zusammenwachsenden Stadt. Die Freien Wähler Rodgau erteilen dieser „kontraproduktiven Forderung im Sinne der Stadt Rodgau eine klare Absage“.

(bp)

Quelle: op-online.de

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