Edeka Ermel bietet 61 Direkthändlern aus der Region einen Absatzmarkt

Ganz auf Lokales eingestellt

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Der Dudenhöfer Edeka-Chef David Ermel (Mitte) und seine Führungsmannschaft mit Marktleiter Stanislav Gotfried (rechts) und Stellvertreter Christian Niegisch (links).

Rodgau - Hühnereier vom Sandhof in Jügesheim, Gorilla-Kaffee aus Obertshausen, Köhler-Küsse aus Hainburg: Der von David Ermel geführte Edeka an der Hegelstraße verfolgt ein spezielles Verkaufskonzept.

Außer herkömmlicher Supermarktware bietet er lokalen und regionalen Händlern aus Rodgau und dem Rhein-Maingebiet Verkaufsmöglichkeiten an. Während in der Lebensmittelbranche die Produkte lokaler Anbieter meist ein Schattendasein führen und allenfalls bei Sonderaktionen zum Zug kommen, spielen sie bei Edeka in Dudenhofen eine tragende Rolle. Kaufmann David Ermel eröffnet örtlichen Anbietern ganz bewusst neue Vertriebswege. Der früher in der Branche vorherrschende Konkurrenzgedanke hat ausgedient. Der Unternehmer setzt vielmehr auf ein Miteinander. „Jeder hat doch etwa zu bieten, das er besonders gut kann. Das bündeln wir unter einem Dach.“

Ermel empfindet Kartoffeln von Andy Mieths Feldern in Nieder-Roden („Andys Eisenbahn“ am Bahnhof), die Süßigkeiten aus dem „Naschlabor“ in Babenhausen, Seligenstädter Glaabsbräu und Odenwälder Marzipan nicht als Nischenprodukte, sondern als große Bereicherung. „Wir reißen das vorkonfektionierte Einerlei auseinander, schaffen im Sortiment Individualität und haben damit ein Alleinstellungsmerkmal“, beschreibt der Geschäftsmann den gewünschten Effekt.

Vor knapp einem Jahr ging Ermel mit seinem Edeka in der Hegelstraße an den Start. Der Jügesheimer Sandhof war mit der erste lokale Produzent, der über den Tellerrand schaute und – außer im eigenen Hofladen – einen neuen Vertriebsweg wagte. Inzwischen finden sich auf Sondertischen und in den Regalen des Markts die Waren von 61 Direktlieferanten aus Rodgau und dem Rhein-Main-Gebiet. Und die Kunden finden’s gut.

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Der Unternehmer setzt große Hoffnungen in sein „personalisiertes Verkaufskonzept“. Es sei von großem Vorteil, wenn die Kunden nicht nur wissen, von wem die Ware kommt, sondern wenn sie damit außerdem noch ein Gesicht verbinden können. „Jeder kann zum Sandhof gehen und sich anschauen, wie dort produziert wird und wer’s macht. Besser kann’s nicht sein.“ Ware, die quasi vor der eigenen Haustür wächst, habe überdies den unschätzbaren Vorteil kurzer Transportwege. „Das sind für mich dann wirklich nachhaltige Produkte.“

Der aktuellste Neuzugang unter den örtlichen Anbietern ist Metzger Stefan Siegler aus Dudenhofen. Seine frischen Wurst- und Fleischwaren sowie Konserven sind bei Edeka seit fünf Wochen zu haben. Am Samstag, 28. Oktober, wird der renommierte Metzgermeister ab 11 Uhr vor dem Supermarkt seine Spezialität kredenzen: gegrilltes Spanferkel. (bp)

Quelle: op-online.de

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