Gas-Kosten im Blick behalten

Rodgau (eh) ‐ Die Jahresabrechnung für Strom oder Gas bedeutet mitunter ein böses Erwachen: Wenn die Preise gestiegen sind, wird eine Nachzahlung fällig. Wer solche Überraschungen vermeiden will, kann sich bereits im Lauf des Jahres eine Zwischenabrechnung erstellen lassen.

Dann kann man sehen, ob der monatliche Abschlag ausreicht“, erklärt Dieter Haag von der Maingau Energie GmbH (Obertshausen). Die Zwischenabrechnung sei kostenlos.

Wer die Übersicht behalten wolle, könne sogar monatlich seinen Zählerstand durchgeben. Kunden mit Internetzugang könnten dort jederzeit eine Zwischenrechnung anfordern, sagt Haag, der den Kundenservice des regionalen Versorgers leitet.

Zu Nachzahlungen kann es nicht nur nach einer Preiserhöhung kommen, sondern auch dann, wenn ein Kunde die Monatsrate herabsetzen lässt. Wer am Jahresende ein Guthaben ausgezahlt bekommt, hält den Abschlag im Folgejahr vielleicht für zu hoch. Dieter Haag empfiehlt seinen Kunden, genau hinzusehen. Zwischen den Zählerablesungen liege nicht immer exakt ein Jahr: „Es kommt immer darauf an, wie viele Tage abgerechnet wurden.“

Preis zwar reduziert, aber nicht so stark

Ganz anders liegt der Fall von Martin Lippok aus Jügesheim. Der Rentner sieht sich mit einer Nachforderung von mehr als 600 Euro konfrontiert, nachdem er im Vertrauen auf fallende Preise mehrfach seinen monatlichen Abschlag absenken ließ: Von 119 Euro auf 100, dann auf 80 und zuletzt auf 60 Euro. Tatsächlich hat die Maingau Energie ihren so genannten Arbeitspreis in den letzten zwölf Monaten drei Mal reduziert, aber beileibe nicht so stark. „Der Abschlag wurde auf Wunsch des Kunden mehrmals gesenkt“, bestätigt Dieter Haag: „In solchen Fällen sagen wir aber immer dazu, dass es zu einer Nachzahlung kommen kann.“ Martin Lippok könne seine Rechnung ja bei der Verbraucherzentrale nachprüfen lassen, wenn er an der Rechtmäßigkeit zweifle.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio

Kommentare