Gastgeber für fast 1 000 Turner

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Gestern wurde auch in der Wilhelm-Busch-Schule die Grundausstattung für das Übernachtungsquartier angeliefert.

Rodgau - (eh) Der Countdown läuft zum Internationalen Deutschen Turnfest in Frankfurt: Vier Rodgauer Sportvereine erwarten am Samstag rund 970 Übernachtungsgäste. Die Sportler aus dem Badischen Turnverband werden in Schulräumen und Turnhallen untergebracht. Etwa 370 ehrenamtliche Helfer stehen bereit, um die Gäste mit Speisen, Getränken und Informationen zu versorgen.

Die Gartenstadtschule in Nieder-Roden, die Freiherr-vom-Stein-Schule in Dudenhofen sowie die Wilhelm-Busch- und Georg-Büchner-Schule in Jügesheim werden zu Übernachtungsquartieren. Die Schüler haben nächste Woche keinen Unterricht. Seit Tagen räumen sie ihre Klassenzimmer aus. Besonders in den drei Grundschulen ist das eine Menge Arbeit: Lernmaterialien, Bücher, Spiele, Pflanzen und Dekoration müssen beiseite geschafft werden, damit die Turnfestgäste genug Platz für ihre Schlafsäcke haben.

In einem dicken Ordner hat Inge Ries von der TGM SV Jügesheim die wichtigsten Informationen zum Turnfest immer griffbereit.

Die Turnfest-Logistik rollte gestern in Form eines Lastwagens an, der an 32 südhessische Schulen die Grundausstattung auslieferte: Turnfestfahne, Infotafel, fünf Kisten Mineralwasser, Müllsäcke, Klebeband, einen Straßenbesen und einen Karton grasgrüner T-Shirts für die Helfer. Große Profi-Kaffeemaschinen und anderes Küchenzubehör werden heute erwartet. Alles Ess- und Trinkbare fürs Frühstück wird an den Wettkampftagen täglich frisch zu nachtschlafender Zeit angeliefert. Der Catering-Logistiker nimmt auch den Müll mit.

Die TGS Jügesheim, der TSV Dudenhofen und die TG Nieder-Roden haben für die Turnfestwoche jeweils rund 100 Helfer rekrutiert, die TGM SV Jügesheim kommt mit 65 Ehrenamtlichen hin. „Es sind in den Vereinen immer dieselben, die dann auch mehrere Dienste übernehmen“, berichtet Silvia Weiland vom TSV. Nach Zeitungsberichten hatte sich im Herbst auch eine externe Helferin bei ihr gemeldet.

Die Frühstücksausgabe ist der wichtigste Job der Helfer. Zusätzlich bieten alle vier Vereine ihren Gästen auch spätnachmittags und abends einen Imbiss und Getränke an. Rund um die Uhr müssen zudem mindestens zwei Ansprechpartner vor Ort sein, um bei Fragen und Problemen zu helfen. „Die Anwohner der Schulen sind bestimmt tolerant genug, dass da mal etwas mehr Betrieb ist“, sagt Inge Ries (TGM SV).

Auch bei der TG Nieder-Roden sind die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen. Das Team um Horst Reichenbach hängt noch Wegweiser auf, damit die Gäste den Weg von der S-Bahn zur Gartenstadtschule nicht verfehlen.

Als großes Plus bezeichnet Peter Döbert (TGS) die sanierten, modernen Schulen: „So ein schönes Quartier ist in anderen Städten nicht selbstverständlich.“ Mit seiner Erwartung für die kommende Woche spricht er auch den anderen Vereinen aus der Seele: „Das wird eine schöne Sache und die Gäste werden sich bei uns wohlfühlen.“

Quelle: op-online.de

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