INTERVIEW-SERIE: Die großen Rodgauer Sponsoren

„Geben gerne etwas zurück“

Auf dem Parkplatz vor der Sporthalle der SG Hainhausen plant der Musikverein Weiskirchen den Bau eines Vereinsheims. Die Stadtwerke sind Hauptsponsor und Namenspate der „Rodaustrom-Tonhalle“.
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Auf dem Parkplatz vor der Sporthalle der SG Hainhausen plant der Musikverein Weiskirchen den Bau eines Vereinsheims. Die Stadtwerke sind Hauptsponsor und Namenspate der „Rodaustrom-Tonhalle“.

Ohne Sponsoren stünden viele Vereine schlecht da. In der Coronakrise sowieso. Wir stellen in loser Folge die größten Mäzene vor. Zu ihnen gehören die Stadtwerke Rodgau. Das Unternehmen und seine Töchter versorgen die Haushalte nicht nur mit Trinkwasser, Ökostrom und Strom für E-Fahrzeuge, sondern greifen überdies Vereinen, Schulen, der Kirche und anderen Institutionen unter die Arme, sobald ein Gönner gesucht wird. Über dieses Sponsoring sprachen wir dem Sprecher der Betriebsleitung, Markus Ebel-Waldmann.

Wie hoch ist die jährliche Soponsoringsumme?

Das Sponsoring ist bei den Stadtwerken und ihren Töchter Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit und dient sowohl als Marketinginstrument als auch der Umsetzung unseres Informationsauftrages. Auch hier wirtschaften wir sehr verantwortungsbewusst und sparsam. Die jährliche Summe beläuft sich auf rund 45 000 Euro. Wir wollen Rodgau und mithin unseren Kunden, die unseren Erfolg ausmachen, mit diesem Engagement etwas zurückgeben. Wir zeigen damit Verbundenheit und dokumentieren: Letztlich können wir alle nur gemeinsam Rodgau voranbringen.

Wie viel macht diese Summe prozentual vom Gesamtetat der Stadtwerke aus?

Wenn ich hier unseren Gesamtetat zugrunde lege, beläuft sich die Gesamtsumme auf 0,1 Prozent.

Auf wie viele Begünstigte verteilt diese Summe sich in der Regel?

Eine feste Zahl gibt es hier nicht. In der Regel unterstützen wir aber jährlich zwischen 15 und 20 Vereine, Organisationen und mehr. Hinzu kommen Anzeigensponsorings und Hilfe bei Veranstaltungen in Rodgau.

Welche Faktoren beeinflussen die Höhe des zur Verfügung stehenden Geldes?

Wir achten verantwortungsbewusst darauf, dass wir unseren Budgetrahmen einhalten und andererseits möglichst viele Rodgauer Vereine, Schulen, Chöre und andere unterstützen können. Bei der jeweiligen Höhe ist der Kompensationsansatz für uns ein entscheidender Faktor, also in welcher Form die Begünstigten uns wiederum in unserer Öffentlichkeitsarbeit unterstützen. Oft passt es aber auch sehr gut zu einer Vertriebsmaßnahme, zum Beispiel für Rodaustrom.

Wer wird denn bedacht?

Hier ist die Palette bewusst sehr breit angelegt. Wir unterstützen Vereine, Schulen, Stiftungen, Chöre aus Rodgau – um nur einmal die Hauptgruppen zu nennen. Als Rodgauer Unternehmensgruppe unterstützen wir Rodgauer Institutionen.

Gibt es dafür Auswahlkriterien?

Wir schließen grundsätzlich niemand aus, prüfen aber jede Anfrage sehr sorgsam und mit Bedacht. Mit ein Kriterium ist dabei auch, ob ein Verein zum Beispiel ein Jubiläum feiert und ob der Verein möglichst viele Rodgauer Bürgerinnen und Bürger erreicht.

Wie viele Anfragen kommen im Jahr?

Zwischen 20 und 30.

Lehnen Sie auch Anfragen ab?

Ja. Leider müssen wir das. Insbesondere, wenn sie aus anderen Städten kommen. Wir sind für Rodgau da.

Gibt es grundsätzlich immer Geld oder spenden die Stadtwerke auch Sachleistungen?

Mit Sachleistungen unterstützen wir regelmäßig. Hierzu zählen kleine Präsente bei Veranstaltungen in unserem Stadtgebiet, die es in diesem Jahr Corona-bedingt leider viel zu wenige gab. Gerade bei diesen Veranstaltungen sind wir mit unserem Team auch gerne persönlich präsent – ob mit Informationen oder Gewinnspielen. Auch hier ist die Palette breit.

Welche Projekte sind gerade am Laufen?

Hier könnte ich eine ganze Reihe aufzählen. Ganz aktuell steht bei uns „RODGAUhelfen“ ganz oben auf der Agenda. Aber auch Vorhaben wie das „Jahrhundertprojekt-Rodaustrom Tonhalle“ des Musikverein Weiskirchen, wo wir sogar Namenspate für den Neubau sein dürfen.

Welches davon liegt Ihnen besonders am Herzen?

Beide! Das sind zwei ganz besondere und wunderbare Initiativen!

Das Gespräch führte Bernhard Pelka.

Markus Ebel-Waldmann

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