Gedruckte Geschichte

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Zum 100. Geburtstag des Musikvereins Dudenhofen entsteht deshalb unter Leitung von Waldemar Nowak und großer Hilfe von Rolf Adam und Thomas Sonnen eine profunde Festschrift.

Dudenhofen (bp) ‐ Besondere Anlässe bedürfen besonderer Würdigung. So hält es auch der Musikverein Dudenhofen. Zu dessen 100. Geburtstag entsteht deshalb unter Leitung von Waldemar Nowak und großer Hilfe von Rolf Adam und Thomas Sonnen eine profunde Festschrift.

Das 130-Seiten-Werk wird Anfang Mai fertig und dann in den Briefkästen vieler Rodgauer zu finden sein. Auflage: 2 500 Stück. Zwischen den Autoren und der Druckerei Thoma in Götzenhain sind immer wieder Feinabstimmungen erforderlich. Schließlich soll das Buch makellos sein, wenn die Vereinsmitglieder und ihre Gäste es zum großen Geburtstag an den Festtagen vom 21. bis 24. Mai in Händen halten.

Wo kommt welches Foto hin? Stimmen die Bildunterschriften? Sind die Texte vollständig? Wurde nichts Wichtiges vergessen? Seit Dezember 2009 befassen sich die Festbuchmacher eingehend mit solchen Fragen. Und natürlich recherchieren sie für den Inhalt, beschaffen Fotografien, werten Vorlagen und Protokollbücher von früher aus - und vieles mehr. Das Buch orientiert sich weitgehend am Jubiläumsheft zum 90. des Verein. „Das war uns ein großer Leitfaden“, sagt Nowak.

Arbeit ist zeitraubend, macht aber Spaß

Zu finden sind in der aktuellen Schrift ein geschichtlicher Abriss, Darstellungen zur musikalischen Ausbildung, natürlich werden das Orchester, alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr und die Facetten des Vereinslebens beschrieben. Dazu gehören überdies eine Repertoireliste seit 1990 sowie die Namen sämtlicher Vorsitzenden und Dirigenten in der langen Geschichte des einst aus einer Feuerwehrkapelle entstandenen Musikvereins. Die Beschaffung von Anzeigen, die das Heft finanzieren, gehörte ebenso zu den Aufgaben des Teams, das hierbei von zwölf weiteren Vereinsmitgliedern Unterstützung fand. Die Akquise ist inzwischen abgeschlossen. Nowak und seine Mitstreiter sind den Inserenten dankbar. „Sponsoren sind natürlich trotzdem noch jederzeit willkommen.“

Die Arbeit ist zeitraubend, macht aber Spaß. Und sie fördert interessante Episoden zu Tage. Zum Beispiel eine Begebenheit aus dem Jahr 1928, als sich die Dudenhöfer Musiker gerade von der Feuerwehrkapelle zum eigenständigen Musikverein entwickelt hatten. Damals muss es Ärger gegeben haben, weil Musikinstrumente nach den Proben nicht ordnungsgemäß im Vereinslokal abgegeben worden waren. Im Protokollbuch heißt es deshalb zur Versammlung am 10. Juli 1928: „Sobald die Pauke am 2. Abend nach dem Spielen nicht in das Vereinslokal kommt, ist der Vereinsdiener verpflichtet, die Pauke in Sicherheit zu bringen und dem, der gespielt, 50 Pfennige Strafe aufzuerlegen.“

Quelle: op-online.de

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