Geheimnisvolle Bibel im Museum

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Reges Interesse fand die ganz besondere Ausstellung im Heimatmuseum an der Turmstraße in Nieder-Roden.

Nieder-Roden (pep) ‐ Zu seiner Bibelausstellung hatte der Arbeitskreis für Heimatkunde in sein Heimatmuseum in der Turmstraße an der Kirche eingeladen. Mittelpunkt der Ausstellung war eine Bibel, die der Verein vor zwei Jahren aus dem Nachlass eines Mitglieds erstanden hatte.

Gerd Schüler, der vor zehn Jahren verstorben ist, hatte das kostbare Stück auf einem Flohmarkt gefunden und aufwendig restaurieren lassen. Die Nürnberger Bibel wird auf das Jahr 1710 geschätzt und wurde als Holzdruck hergestellt. Leider fehlen in dem beachtlichen Werk die ersten Seiten, so dass keine weiteren Angaben vorhanden sind. Jedoch konnte die ungefähre zeitliche Einordnung durch die Holzschnitte erfolgen. Diese sind mit den Initialen „EP“ gekennzeichnet, die auf den Künstler Elias Porzellius schließen lassen.

Insgesamt vier Bibeln und viele biblische Geschichten, die sich auf Erzählungen aus den Bibeln stützen, konnten sich die Besucher anschauen. Die Leihgaben kamen vom weltweit renommierten Klingspor-Museum für Schriftkunst in Offenbach, wo auch das Schmuckstück des Vereins wieder fachgerecht gelagert wird. „Diese Bibel ist etwas geheimnisvoller als andere Bibeln“, sagt Museumsleiter Dr. Stefan Soltek.

Vereinsvorsitzender Günther Keller ist stolz auf das seltene Stück, das mit seinen Ausmaßen und der massiven Verarbeitung ein stattliches Gewicht mit sich bringt. Sein 25-jähriges Bestehen feiert das Heimatmuseum im alten Lehrerhaus am 2. Mai mit einem Hoffest.

Quelle: op-online.de

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