Motiv Liebeskummer

Geiselnahme in Rodgauer Tankstelle endet unblutig

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Bild vom Einsatzort in Jügesheim.

Rodgau - In einer Jet-Tankstelle in Jügesheim ist es am Sonntag zu einem Überfall gekommen. Ein Mann bedroht die Mitarbeiterin und nahm sie als Geisel. Erst nach einigen Stunden konnte er von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen werden.

Eine Geiselnahme in einer Tankstelle in Rodgau-Jügesheim in der Weiskircher Straße ist gestern unblutig zu Ende gegangen. Ein 24 Jahre alter Mann hatte eine 19-jährige Verkäuferin in seine Gewalt gebracht und mit einer Schreckschusswaffe bedroht, wie die Polizei in Frankfurt mitteilte. Zu dem Überfall kam es gegen 14 Uhr Mittags. Ein Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften rückte an, die Jügesheimer Hauptstraße wurde zwischen Videothek und Feuerwache Rodgau abgeriegelt. Anwohner mussten in ihren Häusern bleiben.

Das Feuerwehrhaus diente den Einsatzkräften als Sammelpunkt und Einsatzzentrale. Schwer bewaffnete und maskierte Spezialkräfte der Polizei machten sich bereit. Bei Einbruch der Dunkelheit sollte zudem ein Fahrzeug der Feuerwehr Mitte für eine bessere Ausleuchtung der Tankstelle sorgen. Da aber die Feuerwehrleute nicht in die Gefahrenzone durften, setzten sich Beamte der Polizei ans Steuer. Nach mehreren Stunden gelang es den Einsatzkräften am Abend gegen 20 Uhr, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Er stellte sich vor dem Verkaufsraum der Tankstelle, ein Spezialeinsatzkommando nahm ihn fest, nachdem er seine Schreckschusswaffe abgelegt hatte. Die Geisel blieb glücklicherweise unverletzt.

Ex-Freundin erwähnt und Forderungen gestellt

Grund für die Tat war ersten Ermittlungen der Polizei zufolge, dass der Mann von seiner 23 Jahre alten Freundin verlassen worden war. In längeren Telefonaten mit der Polizei während der Geiselnahme soll er seine Ex-Freundin (23) erwähnt und Forderungen gestellt haben. Die Kripo ermittelt gegen den 24-Jährigen. Auf den jungen Mann kommt ein Verfahren zu. Die Staatsanwaltschaft hat sich zunächst gegen eine Inhaftierung entschieden. Nach einem Verhör bei der Polizei wurde der Geiselnehmer wieder entlassen. Er wollte zunächst keine Aussagen machen.

Auch außerhalb der Tankstelle hatten die Polizeikräfte einiges zu tun und mussten kopfschüttelnd erkennen, wie viele Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer die Absperrung ignorierten und dennoch versuchten, die gesperrte Straße zu befahren. Manch einer hupte sogar die quer stehenden Polizeiwagen an oder versuchte sich an den Pylonen und Streifenwagen mit seinem Fahrzeug vorbei zu schieben. Begründung: „Aber ich muss hier doch lang.“

Geiselnahme an der Jet-Tankstelle in Jügesheim

Geiselnahme an der Jet-Tankstelle

dr/pep/dpa

Quelle: op-online.de

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