Urteil: Drei Jahre und drei Monate

Geiselnehmer muss ins Gefängnis

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Dramatische Stunden spielten sich am 21. Dezember 2013 an der Jet-Tankstelle in Jügesheim ab. Ein Mann hatte die damals 19-jährige Angestellte sechs Stunden lang in seiner Gewalt.

Jügesheim - Knapp zehn Monate nach der Geiselnahme an der Jet-Tankstelle in Jügesheim wurde der Täter jetzt zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Der damals 24-Jährige aus Mittelhessen hatte die Angestellte (19) der Tankstelle rund sechs Stunden lang in seiner Gewalt. Dass seine Waffe eine ungeladene Schreckschusspistole war, stellte sich erst später heraus. Der Angeklagte zeigte sich vor dem Offenbacher Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Manfred Beck weitgehend geständig, aber nur bedingt einsichtig. Er begründete seine Tat damit, dass ihn seine Freundin verlassen hatte. Mit der Geiselnahme wollte er eine Begegnung mit der Ex-Freundin erreichen.

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Die Tat war nach den Aussagen des Mannes eine spontane Entscheidung. Die junge Frau in der Tankstelle erschien ihm als gefügiges, leicht einzuschüchterndes Opfer. Ein geschulter Polizeibeamter brachte den Täter in mehrstündigen Gesprächen dazu, aufzugeben. Vor Gericht zeigte der Angeklagte wenig Reue. Richter Manfred Beck hielt ihm vor, dass er über mehrere Stunden mit der Todesangst seines Opfers gespielt habe, um seine persönlichen Belange durchzusetzen. Eine Bewährungsstrafe sei der Schuldnicht angemessen. Er müsse als Ausgleich für seine Tat ins Gefängnis.

Bilder von der Geiselnahme an der Jet-Tankstelle

Geiselnahme an der Jet-Tankstelle

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(eh)

Quelle: op-online.de

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