Gemeinde gibt sich ein Leitbild

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Beim Adventsempfang erläuterten der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christian Reuter, Pfarrer Dr. Peter Eckstein und Reuters Stellvertreterin Anja Keller, wie Gemeindearbeit in den kommenden Jahren aussehen soll.

Nieder-Roden ‐ Den Glauben eines jeden Einzelnen noch stärker individuell begleiten, die Gruppen innerhalb der Gemeinde noch enger zusammenführen, Gottesdienst als unverzichtbares Merkmal einer Pfarrei. Von Michael Löw

Das sind die zentralen Punkte eines Leitbildes, mit dem die rund 5.400 Nieder-Röder Katholiken den Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft begegnen wollen. Der Pfarrgemeinderat (PGR) stellte das Konzept gestern Mittag beim gut besuchten Adventsempfang vor.

Pfarrer Dr. Peter Eckstein hatte der St. Matthias-Gemeinde und ihren Gremien eine Phase intensiver Neubesinnung verordnet. Begleitet von den Mainzer Gemeindeberatern Matthias Selzer und Bardo Zöller nahmen sich die zwölf PGR-Mitglieder und er über ein Jahr Zeit, um Orientierungsmarken für die künftige Gemeindearbeit auszuarbeiten.

Bedeutung des Gottesdienstes

Im ersten Hauptpunkt „Unsere Mitte: Jesus Christus“ gingen Gabriela Ceh und Hermann Hünseler auf die Bedeutung des Gottesdienstes ein, der im Schnitt von elf Prozent der Gemeindemitglieder besucht wird. „Erst wenn wir Gott in uns wirken lassen, kann er über uns auch andere erreichen“, sagten die beiden Vortragenden. Deshalb gehöre der Gottesdienst in seinen verschiedenen Formen zu einem unverzichtbaren Wesensmerkmal der Pfarrgemeinde.

Für Lydia Kalbhenn und Gemeindereferentin Petra Licht ist es eine zentrale Aufgabe, „einladend auf andere Menschen zuzugehen, um mit ihnen ihre Freuden, Hoffnungen, Sehnsüchte und Nöte zu teilen“. Man wolle sich allen Herausforderungen stellen, die es bedeute, den Glauben des einzelnen altersunabhängig zu begleiten. Beispielhaft berichteten Emilie Raub und Diakon Wolfgang Habdank, an welchen Orten das schon seit langem intensiv geschieht: Etwa in den Kindertagesstätten Otzberg-und Seestraße, wobei letztere aufgrund ihrer professionellen Integrationsarbeit überregional als Vorbild gilt, im ebenfalls in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Kinderhaus Regenbogen mit seiner Krippen- und Hortarbeit, aber auch in den Seniorenheimen auf dem Gebiet der Pfarrei, durch Zusammenarbeit mit den Schulen und durch das Engagement des ehrenamtlichen Krankenpastoralkreises und des Gemeindebesuchsdienstes.

Man wolle sich allen Herausforderungen stellen

Wir müssen davon wegkommen, dass jede Gruppierung in der Pfarrei nur ihr eigenes Süppchen kocht“, forderten die PGR-Vorstandsmitglieder Christian Reuter und Anja Keller eindringlich. Gruppenübergreifendes Interesse sei eine weit unterschätzte Kraftquelle für alle. Die Aufmerksamkeit dürfe sich dabei keineswegs auf den Binnenraum der Pfarrei beschränken.

Verköstigt wurden die Besucher des Empfangs vom Babbeltreff-Team unter der Leitung von Roswitha Krieger. Schließlich schlüpfte Pfarrer Eckstein noch in das Gewand des Heiligen Nikolaus, so dass die Besucher auch materiell beschenkt nach Hause gehen konnten.

Quelle: op-online.de

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