24-Stunden-Lauf

Jagd auf den Rundenrekord

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Erfreuliche Nebenhandlung bei der gestrigen Pressekonferenz zum 24-Stunden-Lauf: Der Hainhäuser Ehrenortsvorsteher Ewald Simon (Mitte) stiftete namens des Künstlers Franz Schmitz aus Hainhausen zwei seiner Skulpturen. Diese sollen im Erweiterungsbau des Hauses Emmanuel (hier die Baustelle) Ehrenplätze bekommen. Christian Goldmann (rechts) und Jürgen Pech, Vorstände von „Gemeinsam mit Behinderten“, dankten für die Zuwendung herzlich.

Rodgau (bp) - 41 Mannschaften und fünf Einzelläufer jagen beim 24-Stunden-Lauf des Vereins „Gemeinsam mit Behinderten“ (GmB) am Wochenende 8./9. September auf der Bahn des TSV Dudenhofen den Streckenrekord.

Er liegt bei 1063 Runden, zusammengefahren mit einem Rennrollstuhl von einer Paralympicsmannschaft 1993. Nur zwei Runden langsamer waren 1992 die Sportler von Spiridon Frankfurt. Die Latte liegt also sehr hoch.

Erneut ist es dem Veranstalter gelungen, einen Hochkaräter aus der Wirtschaft für den Startschuss zu gewinnen: Michael Homann, Vorstandsvorsitzender der Energieversorgung Offenbach AG, wird am Samstag, 8. September, um 12 Uhr mehr als 400 Läufer auf die Bahn schicken.

Der große Benefizstaffellauf soll den im Vorjahr aufgestellten Spendenrekord von 130 500 Euro am besten übertreffen. Das Geld ist bitter nötig. Verein und Stiftung von GmB nehmen in diesem Jahr rund 900 000 Euro in die Hand, um im Erweiterungsbau für das Haus Emmanuel in Jügesheim weitere fünf Wohnungen für Behinderte fertigzustellen. Im letzten Quartal des Jahres soll dort Einweihung sein.

Bevor es am Samstag, 8. September, um 12 Uhr losgeht, sind rund 200 Kinder aus vier Rodgauer Kindergärten ab 11.30 Uhr an der Reihe: Burg Schlotterstein, Kindergarten am Rückersgraben und evangelischer sowie katholischer Kindergarten Jügesheim. Es schließt sich ein Fest mit Spielen für die gesamte Familie an. Das endet mit einer Show der Magie, sobald Zauberer Ulrich Rausch um 17.30 Uhr zum Finale des Familienprogramms den Animationsbereich betritt.

Buntes Programm ab 12 Uhr

Ab 12 Uhr bis in den späten Nachmittag gibt es Hüpfburg, Rollrutsche, Spielmobil, Schminken und kreative Angebote. „Musikalisch legt sich die Freie Musikschule mit ihren Bands mächtig in Zeug“, freut sich GmB-Vorstandschef Christian Goldmann. Live-Auftritte von „Time Crises“, einer Jugendband, „Second Page Lost“ und die mit dem Rockie Award ausgezeichnete beste Newcomer- Coverband Hessens, „Mob!“ sind zu erleben. Ab 24 Uhr ist Nachtruhe angesagt. Allerdings nicht für die Läufer. Sie wechseln die Laufrichtung - und weiter geht’s!

Ein Höhepunkt soll wieder das Anglühen der Ballonfahrer vom BFC Main Kinzig ab 20 Uhr sein. Dazwischen gibt es Videoaufzeichnungen vom Tage, von früheren Läufen und Interviews mit den Verantwortlichen und eine Fülle von Informationen. Dazu gehört die Vereinsarbeit genauso wie das Wohnprojekt (Haus Emmanuel) im Jügesheimer Ortskern an der Kirche. Hierüber gibt es Erfreuliches zu berichten. Die ursprünglichen 900.000 Euro Darlehensverbindlichkeiten für den ersten Bauabschnitt mit 13 Wohnungen konnten zum Jahresultimo getilgt werden.

Diese Summe wird allerdings derzeit wieder zügig gebraucht. Sind doch für den Neubau Vordergasse 26, dem zweiten Bauabschnitt Haus Emmanuel, bereits Aufträge für mehr als 700000 Euro vergeben. Architekt Norbert Beck ist zuversichtlich, dass die veranschlagten Baukosten von 900000 Euro nicht erreicht werden. „Wenn die Kosten niedriger als befürchtet sind und die Spenden höher als erwartet, ist das eine schöne Entwicklung“, freut sich der Kuratoriums-Vorsitzende Lothar Mark. Dass es den Läufern gut geht, dafür sorgt ein gut eingestimmtes Team im Läuferzelt. Dort werden die Läufer 24 Stunden mit Obst, Müsli, Tee und Kuchen versorgt. Auch Wasser gibt es und sonstige Getränke. Es bleibt bei der elektronischen Rundenmessung, die sich zur Premiere 2011 sehr bewährt hatte.

Quelle: op-online.de

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