Gericht verhandelt am 25. Juni

Rodgau - (eh) Die Verlängerung der Rodgau-Ringstraße von Hainhausen bis kurz vor die Autobahn kommt vor Gericht. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel verhandelt am 25. Juni um 14 Uhr über die Normenkontrollklage des Weiskircher Landwirts Richard Löw, der um die Existenz seines Reiterhofs fürchtet.

Der „Aigeshof“ gerate in eine Insellage zwischen der S-Bahn-Strecke und der geplanten Umgehungsstraße, die nur 200 Meter westlich des Hofs verlaufen soll.

Rund 30 000 Quadratmeter Weideland, mehr als ein Drittel der bewirtschafteten Fläche, soll durch den Straßenbau vom Hof abgetrennt werden. Um die Fahrbahn mit Pferden zu überqueren, hält die Stadt eine Bedarfsampel für ausreichend. Richard Löw sieht hingegen ein erhebliches Gefahrenpotenzial: Auf dem Weg zur Koppel könne schon ein einziges hupendes Auto dazu führen, dass die ganze Herde in Panik gerät. Der Landwirt wirft der Stadt vor, bei der Abwägung zwischen öffentlichen und privaten Interessen versagt zu haben. Die Stadt hingegen hält das Gefahrenargument für übertrieben.

Im Normenkontrollverfahren hat der Verwaltungsgerichtshof nun die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplans zu prüfen. Bis zur Entscheidung hat die Stadt den Grunderwerb für das Straßenprojekt vorerst gestoppt. Das 1,4 Kilometer lange Straßenstück soll mehr als neun Millionen Euro kosten. Etwa 1,6 Millionen davon entfallen auf die Grundstücke. Die Stadt hatte den 114 Eigentümern etwa neun Euro pro Quadratmeter geboten. Nicht alle waren damit einverstanden.

Von der Verlängerung der Rodgau-Ringstraße erhofft sich die Stadt Rodgau eine Entlastung der Alfred-Delp-Straße sowie der Ortsdurchfahrt Weiskirchen.

Quelle: op-online.de

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