Gern im Dienst der Menschlichkeit

+
Edith Sattler (69): „Ja, ich spende regelmäßig Blut, weil ich helfen will und auch etwas für mich tun will, denn Blutspenden senkt den Bluthochdruck. Ich war schon in Weiskirchen und Jügesheim, aber in Dudenhofen ist es mir angenehmer, denn hier ist der Raum größer.“

Dudenhofen (pul) ‐ Applaus gab es im Bürgerhaus Dudenhofen für Edith Sattler, Monika Potthof und Ingrid Leps: Alle drei haben am Donnerstag zum 100. Mal Blut gespendet.

Monika Potthof (61): „Ich hätte schon viel früher die 100 vollgemacht, wenn ich früher gewusst hätte, dass wir Frauen vier Mal jährlich spenden dürfen. Ich fühle mich jedes Mal hinterher viel frischer und hoffe, dass jeder der Empfänger mein Blut gut vertragen hat.“

50 Liter Blut hat jede von ihnen für ihre Mitmenschen gegeben, erklärte Rotkreuz-Ortsvorsitzender Bernd Höhn in seiner kleinen Ansprache. Das seien jeweils fünf Wassereimer voll - eine enorme Menge. Die drei Frauen stellen sich gern in den Dienst der Menschlichkeit. Edith Sattler aus Jügesheim: „Das ist normal. Ich hätte gar keine Ehrung gebraucht.“
„Ich hatte noch nie Schwindel oder Kopfschmerzen“, berichtete Ingrid Leps aus ihrem 40-jährigen Erfahrungsschatz. Und Monika Potthof erkannte die Notwendigkeit zu spenden, als sie selbst auf zwei Transfusionen angewiesen war.

Ingrid Leps (58): „Bei meiner ersten Spende war ich 18 und ging in Plauen zur Blutspendezentrale. Eine gute Freundin von mir ist krebskrank und braucht wegen ihrer Chemotherapie regelmäßig Blut. Gut, dass es Leute wie dich gibt, hat sie schon zu mir gesagt.“

Neben den drei Damen sprachen am Donnerstag 309 weitere Personen vor, um sich den Lebenssaft entnehmen zu lassen, unter ihnen 24 Erstspender. Dafür standen fünf Ärzte in drei Teams zur Verfügung. 18 Helfer sorgten für das Wohlergehen der Gäste. Die Damen in der Küche hatten alle Hände voll zu tun, um 360 Brötchen, 270 Würste und 120 Scheiben Fleischkäse an die hungrigen Spender auszugeben.
In der seit vier Jahren existierenden Kinderecke freute sich der Nachwuchs auch über Cola und Orangensaft, aber noch viel mehr über die Bastelarbeiten mit Clarissa Ambron. Etwa zehn Kinder saßen an den beiden Tischen und bemalten ihre bunten Luftballons, während die Eltern im Saal des Bürgerhauses zur Ader gelassen wurden. Frauen dürfen vier Mal jährlich Blut spenden, Männer alle zwei Monate.

Quelle: op-online.de

Kommentare