Spieler des FC Maroc scheitert in Berufungsverhandlung

Gewalt auf Fußballplatz: Bewährungsstrafe nach Tritten und Schlägen

Rodgau - Ohne Erfolg blieb die Berufungsverhandlung für einen Rodgauer Amateurfußballer des FC Maroc vor dem Landgericht Darmstadt.

Es bestätigte die vom Amtsgericht Langen gegen den Mann verhängte Bewährungsstrafe von einem Jahr wegen gefährlicher Körperverletzung auf dem Fußballplatz. Im September 2016 war es beim Heimspiel des SV Dreieichenhain gegen den FC Maroc zu Tätlichkeiten gekommen, in die der Marokkaner verstrickt war. Nachdem der damalige SV-Mittelstürmer beim Kampf um den Ball mit einem Spieler des FC Maroc im Strafraum zu Boden gegangen war, soll der verurteilte FC-Maroc-Spieler zusammen mit einem Kollegen versucht haben, den SV-Stürmer an den Armen hochzureißen. Dann setzte es wohl Tritte auf den Rücken und gegen den Kopf des am Boden liegenden Dreieich-Fußballers. Auch soll der Mannschaftskamerad des Angeklagten versucht haben, Zeigefinger und Daumen in die Augen des SV-Kickers zu drücken. Beide Verdächtigen bestritten dies alles. Sie hätten den SV-Stürmer weder getreten noch geschlagen. Der Stürmer habe während des Spiels mehrfach versucht, einen Elfer herauszuschinden. Das habe man als unsportlich empfunden. Der Schiedsrichter habe sie beiseitegenommen und ihnen verboten, den Verletzten weiter anzugehen.

Das Amtsgericht Langen hatte den marokkanischen Landsmann nach diversen Aussagen von Hobbykickern des SV Dreieichenhain wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt, sein Kumpel muss wegen der versuchten Augenstiche eine Geldstrafe von 1050 Euro zahlen.

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Während der eine Täter die Geldstrafe akzeptierte, ging sein Mitspieler gegen die Bewährungsstrafe in Berufung. Das Landgericht Darmstadt verwarf die Berufung aber. Der Vorsitzende Richter kam zu der Auffassung, alle Zeugenaussagen seien „ausreichend deckend“. Zugleich eröffne sich ihm nicht der Verdacht, es gebe verschwörerische Absprachen. Rechtsanwältin Gabriela Riley ließ im Gespräch mit unserer Zeitung offen, ob ihr Mandant und sie gegen das Landgerichtsurteil in Revision gehen. (bp)

Quelle: op-online.de

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