Irrtum stoppt Verkaufs-Sonntag

Rodgau (bp) - Eigentlich sollte die Thüringer Woche vom 25. bis 28. Oktober das Publikum auch mit einem verkaufsoffenen Sonntag nach Jügesheim locken. Aus dem verkaufsoffenen Sonntag wird nun aber nichts. Der Veranstalter hat es versäumt, diesen rechtzeitig anzumelden.

„Das geht auf meine Kappe“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Rodgau GHD, Gerhard Lederer. „Ich hab’s einfach vergessen. Ich bedauere das wirklich sehr, aber es ist nun mal passiert.“ Der städtische Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze sprang in einem Gespräch mit unserer Zeitung Lederer als Veranstalter trotzdem zur Seite. „Mir ist es auch durchgerutscht. Ich hätte die vom Gesetzgeber vorgegebene Sechs-Wochen-Frist anmahnen können.“

Es ist nicht so gekommen. Deshalb kann die Stadt wegen Fristversäumnis den verkaufsoffenen Sonntag jetzt nicht mehr genehmigen. Er hätte spätestens sechs Wochen vor der Veranstaltung angemeldet sein müssen. Man kann sich nun fragen, wie groß der Schaden daraus für den Jügesheimer Handel ist. Ein Indiz dafür sind die Anmeldezahlen. Bis gestern Morgen lagen Gerhard Lederer lediglich neun Anmeldungen vor.

Die Thüringer Woche findet trotz des ärgerlichen Missgeschicks natürlich statt. Da die Woche als Gewerbeausstellung deklariert wurde, können Ladenbesitzer nach Auskünften des GHD ihre Ware auch ohne verkaufsoffenen Sonntag am 28. Oktober vor dem Geschäft präsentieren und verkaufen. Innerhalb der Verkaufsräume sei dies allerdings verboten. Dort dürfe nicht einmal eine Beratung stattfinden.

Die Thüringer Woche führt - wie bereits im vergangenen Jahr während der Jügesheimer Kerb - 16 Aussteller aus unserem Nachbarbundesland nach Jügesheim. Sie öffnen ihre Buden Donnerstag, 25. Oktober, bis Samstag, 27. Oktober, von 10 bis 19 Uhr und am Sonntag mit Rücksicht auf die Kirche von 13 bis 19 Uhr. Auf dem Rathausplatz, in der Kirch- und Hintergasse sowie in der Rodgau-Passage wird einiges los sein. Das kulinarische Angebot (Thüringer Spezialitäten wie Gurken und Gewürze, der Suhler Stadtgrill, die Schlossbrauerei Schwarzbach, eine Gulaschkanone ein Metzger mit Hausgeschlachtetem, Süßwaren, Sekt, Wein und Cocktails) konzentriert sich auf dem Rathausplatz. Holzspielzeug, Porzellan, ein Korbmacher und das Thüringer Marionetten- und Musiktheater sind weitere Anziehungspunkte. Interessante Einblicke in ihr Handwerk geben ein Schmied und Scherenschleifer sowie ein Bürstenmacher mit Live-Vorführungen. Und das Deutsche Rote Kreuz stellt an der Weiskircher Straße (beim ehemaligen Eisen Jäger) seine Fahrzeuge aus. Inwieweit sich Jügesheimer Geschäfte beteiligen, ist nach dem Malheur mit dem verkaufsoffenen Sonntag derzeit noch offen.

Quelle: op-online.de

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