Gewonnene Zeit

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Ein Freiwilliges soziales Jahr ist nicht einfach nur die Alternative zum Wehrdienst. Mit der richtigen Stelle bringt es erste Erfahrungen in dem möglichen Traumberuf. Vielleicht auch bei Felix Schwab (Mitte).

Nieder-Roden - (pul) Es gibt neben Zivildienst noch weitere Alternativen zum Wehrdienst. Eine davon ist das Freiwillige soziale Jahr (FSJ). Felix Schwab (19) hat sich genau dafür entschieden und geht wieder in die Schule.

Dabei drückt der 19-Jährige allerdings nicht die Schulbank. Das hat er mit seinem Abitur im Frühsommer an der Nell-Breuning-Schule hinter sich gebracht. Der Ober-Röder steht der Schule am Bürgerhaus täglich als Aufsichtsperson beim Sport zur Verfügung oder übernimmt gemeinsam mit Kolleginnen die Nachmittagsbetreuung für 40 Kinder. Bei den ersten Klassen ist er darüber hinaus beim Unterricht anwesend, da sich die ABC-Schützen erst noch an ihre neue Rolle im Klassensaal gewöhnen müssen. „Die wollen gleich den ganzen Schulranzen ausräumen, wenn sie ein Buch auspacken sollen“, erklärt Felix Schwab seine Aufgabe, den Kleinen Hilfestellung zu geben.

„Er spielt immer mit uns Fußball.“

Durch die Unterstützung der Schüler ist der pfiffige Teenager schnell zu einer festen Größe geworden und erntet Lob von allen Seiten: „Er spielt immer mit uns Fußball“, freut sich ein kleiner Junge über Schwabs Engagement und drückt sich ganz fest an den jungen Mann. Auch Schulleiterin Ingrid Löw stellt ihm ein hervorragendes Zeugnis aus. „Er sieht die Arbeit und denkt mit.

Kontakt ist per E-Mail an den Bundesarbeitskreis FSJ, info@pro-fsj.de, möglich.

Bei so viel Anerkennung bereut der junge Mann sicher nicht die Idee, ein Freiwilliges soziales Jahr angegangen zu sein. „Ich wollte nicht gleich nach dem Abi studieren“, erklärt er seine Entscheidung, etwas „Praktisches“ tun zu wollen. Aber im nächsten Jahr dürfte er eine Hochschule von innen sehen. Ob es dann das Studienfach Sportjournalismus wird oder doch das Lehramt, hängt eventuell von den Kindern der Schule am Bürgerhaus ab. Felix Schwab: „Wenn man für die Arbeit ein Lächeln zurück bekommt, dann ist das super.

Quelle: op-online.de

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