Giftgrüne Rodau: Spektakulär, aber vollkommen harmlos

+
Heribert Klee-Groh vom Naturschutzbund Rodgau hatte den grasgrünen Farbstoff im Naturschutzgebiet Rodauwiesen bei Rollwald entdeckt.

Rodgau (eh) - So grün wie Wackelpudding war die Rodau auch am Freitag noch, nachdem am Donnerstagmorgen in der Rödermärker Kläranlage ein Wasserfärbetest schief gegangen war.

Mitarbeiter hatten um 11 Uhr die harmlose Substanz „Uranin AP“ ins Klärbecken gekippt, um Fließrichtungen und -geschwindigkeiten nachzuweisen. „Das Pulver hat mit dem Schlamm im Becken anders reagiert, als wenn man es in reines Wasser kippt“, erläuterte Betriebsleiter Wolfgang Mieth das Missgeschick.

Das Foto entstand nahe der Bahnhofstraße bei Weiskirchen.

Die Substanz zum Aufspüren auch von Leckstellen sei vollkommen harmlos für Mensch, Tier und Natur. Die Rödermärker informierten gegen 15 Uhr zunächst die Kläranlage Weiskirchen. Von dort erreichte die Meldung die Umweltabteilung sowie Feuerwehr und Rettungsleitstelle. Nur zwei Bürger schlugen wegen der Farbe Alarm, wie Stadtbrandinspektor Andreas Winter berichtet. Heribert Klee-Groh vom Naturschutzbund Rodgau hatte den grasgrünen Farbstoff im Naturschutzgebiet Rodauwiesen bei Rollwald entdeckt. Gegen 18 Uhr hatte sich die Farbe schon bis Obertshausen verteilt.

Fakten

Der fluoreszierende Farbstoff Uranin hat ein enormes Färbevermögen. Schiffbrüchige können damit auf sich aufmerksam machen: 500 Gramm färben 4000 m² Meeresfläche. (Quelle: Wikipedia).

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare