Glücksgefühl nach Noten

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Für 45 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) erfüllte sich ein Traum: ein Auftritt im prachtvollen Friedrich-von-Thiersch-Saal im Wiesbadener Kurhaus vor großem Publikum und prominenten Gästen.

Hainhausen (bp) ‐ Für 45 Schüler der Geschwister-Scholl-Schule (GSS) erfüllte sich ein Traum: ein Auftritt im prachtvollen Friedrich-von-Thiersch-Saal im Wiesbadener Kurhaus vor großem Publikum und prominenten Gästen.

Die Big Band der Schule unter Leitung von Tino Desogus hatte die Ehre, unter zahlreichen Bewerbern zu diesem Konzert des Verbandes Deutscher Schulmusiker Hessen (VDS) ausgewählt zu werden - ein Ereignis, das man laut Tino Desogus „nur ein Mal im Leben“ erlebt. Voraus gegangen war ein Regionalkonzert in Münster im Februar, das parallel zu anderen Regionalkonzerten in Hessen stattfand. Mehr als 4 000 Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Altersgruppen hatten sich im Februar an neun verschiedenen Orten in Hessen zum Musizieren getroffen.

Seit vielen Jahren beteiligt sich die Big Band an diesen Begegnungen und spielte bereits in Frankfurt, Wiesbaden, Michelstadt und Münster. Zu diesen Veranstaltungen entsendet der VDS einen Beobachter, der sein Augenmerk auf musikalische Qualität und besonderes Engagement legt. Im VDS-Landesvorstand wird dann ein repräsentatives Landeskonzert mit zehn Ensembles zusammengestellt.

Nur eine einzige Big Band - die der GSS - wurde in diesem Jahr ausgewählt. Daneben traten Chöre sowie Streich- und Bläserensembles aus verschiedenen hessischen Orten auf.

Musikunterricht bis zum Abitur

Im vollbesetzten, pompösen Thiersch-Saal des Kurhauses begrüßte der Landesvorsitzende des VDS, Volkhard Stahl, das Publikum, darunter die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler. Diese zeigte sich tief beeindruckt von der Qualität und der Vielseitigkeit der Darbietungen, die Eltern, Freunde, Honoratioren und Experten gleichermaßen begeisterten.

Musizieren erfordere Anstrengung, Fleiß und Durchhaltevermögen und fördere Disziplin und Teamgeist, sagte die Staatsministerin bei der Übergabe der Urkunden an alle teilnehmenden Musikgruppen. Die Landesregierung unterstütze daher die Schulmusik. Darüber hinaus verwies Henzler auf Projekte wie die „Musikalische Grundschule“ und das Projekt „Jeki“ („Jedem Kind ein Instrument“). Wichtig sei vor allem, eine Kontinuität des Musikunterrichtes bis zum Abitur zu gewährleisten.

Bei Vorstellung der GSS-Big Band durch den Moderator des Konzerts, den Landesbeauftragten „Schulen musizieren“ Johannes Kaballo, wurden außer der Geschichte des Ensembles und den Probenmodalitäten die kontinuierliche Weiterentwicklung des musikalischen Schwerpunkts der Rodgauer Schule sowie die Kooperation mit der Rodgauer Musikschule gewürdigt. Seit drei Jahren gibt es an der GSS Bläserklassen. Im neuen Schuljahr wird man erstmals mit je einer Bläserklassen im Gymnasial- und Realschulzweig an den Start gehen. Die Big Band, bestehend aus 45 Mädchen und Jungen, trat in Wiesbaden in voller Besetzung an. Gespielt wurden drei Stücke: „Theme From Spider Man“, „All Of Me“ und „Mas Que Nada“. Dabei lieferte das Ensemble eine herausragende Leistung: kompakt im Klang, rhythmisch sehr präzise und mit Pep. Das Publikum applaudierte begeistert, und auch die Lehrer und Musiker aus den anderen Orten zollten den Rodgauern Respekt.

Nervosität ist bei solcher Gelegenheit ganz normal. Nach einem Schlagzeugsolo des 15-jährigen Max Richter, der mit tosendem Applaus der etwa 1 000 Zuschauer belohnt wurde, bekannte dieser: „Ich war aufgeregt, die Hände haben gezittert, aber danach fühlt man sich wie neu geboren.“

Unterstützt wurde Big-Band-Leiter Tino Desogus an diesem Abend von den beiden Musiklehrern Michael Weber und Evi Winkler, die sich regelmäßig an den Satzproben beteiligen und beide ebenfalls eine Bläserklassenausbildung haben. Zum Abschluss spielten und sangen alle Ensembles gemeinsam den kanonischen Choral „Da pacem, Domine“ von Melchior Frank (1580-1639). Eine bewegende musikalische Krönung - und sicher unvergesslich für alle Schüler.

Quelle: op-online.de

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