Grenzerfahrung im Eis-Hafen

+
Klaus Kölpin ist unversehrt nach Rodgau zurückgekehrt

Rodgau (bp) ‐ Rodgaus, wenn nicht sogar Deutschlands robustester Segler, ist von seiner Überwinterung im Harburger Außenhafen wohlbehalten nach Dudenhofen ins warme Appartement zurückgekehrt.

Klaus Kölpin, Vorsitzender der Rodgauer Segler, hat die harten Monate von September bis 19. Februar auf seinem Boot namens „Benny“ gut überstanden. Der 73-Jährige überwinterte in der Werft von Peter Knief an der Süderelbe ohne fest installierte Heizung und erlebte nach einem stürmischen und nasskalten Herbst den wohl härtesten Winter seit 70 Jahren.

Wochenlang hielt er bei zweistelligen Minusgraden durch. Nur ein einziges Mal suchte er eine Apotheke zur freiwilligen Blutuntersuchung auf - weil der Test gerade so billig war. Kein Schnupfen - nichts! „Ich hatte bloß eine kleine Campingheizung, die hat es auf fünf Grad minus geschafft“, berichtet der Abenteurer von seiner Grenzerfahrung im eisigen Winterquartier. Seine Zähigkeit hat viel mediales Interesse gefunden. Das Hamburger Abendblatt widmete dem gebürtigen Harburger fast eine ganze Seite, das NDR-Fernsehen und RTL („Der Norden friert“) berichteten ausführlich. Kölpin wollte seine Wetterfestigkeit für bevorstehende Törns testen. Denn von April bis Herbst möchte er auf der Elbe leben. „Das ist vielleicht die letzte Chance dazu. Viele Jahre habe ich nicht mehr.“

Quelle: op-online.de

Kommentare