Großer Bigband-Jazz heute in Jügesheim

Rodgau - Rodgau/Rödermark (mc) Heute ist in der „Maximal“ Halle das Szene-Ereignis der letzten Zeit schlechthin zu erwarten: 30 Jahre „Rodgau-Jazz-Bigband“ (RJBB). Es wird ein klingendes Familientreffen der besonderen Art.

Denn alles, was ein Faible für Jazziges sowie Rang und Namen hat unter den Musikern, hat mehr oder weniger intensive Berührungspunkte zur RJBB und zu deren Vorläufer-Formation, der legendären „Rodgau Brassband“ (RBB).

Viele der Ehemaligen sind heute dabei, „auch die, die Karriere gemacht haben“, so RJBB-Saxofonist Stefan Eyßen aus Rödermark, in Diensten beim Musikverein Nieder-Roden. Die Mitwirkenden-Liste liest sich wie ein „Who is who“ des brass-orientierten Südhessen-Jazz. Da laufen unter anderen auf: die bekannten Bussalb-Brüder an sechs und vier Saiten, Rolf und Klaus, sowie Klaus‘ Frau Sabine, (Arien-)Sängerin und Saxofonistin, „Rodgau Monotonin“ Kerstin Pfau, der Rödermärker „Hot Stuff“-Keyboarder Jörg Dewald, Saxofonist mit Leader-Aufgaben in diversen Combos, Matthias Rüdiger, Supertrompeter Ralf Nöske und sein Kollege aus Weiskirchen, der „Louis Armstrong“ beim dortigen Musikverein, Mathias „Matze“ Häfner, Drummer Klaus Hesse, der mit der Rodgau/Rödermärker Seattlesound-Band „Eat This“ hiesige Musikgeschichte schrieb, und Bigband-Spezialist Willi(bald) Spahn am Saxofon.

Als Mitglied der ersten Stunde ist Thomas „Tom“ Schüler dabei, der Nieder-Röder Flügelhornist für die balladesken Momente, nach dessen Ausscheiden der Hochton-Trompeter Francisco Hitzel, HR-Tontechniker und Star beim Musikverein 03 Ober-Roden, zur RJBB kam.

Profi-Drummer Harald Heinl aus Dudenhofen ist heftig entflammt für die RJBB und will bei ihr mittun, wann immer es seine Zeit erlaubt. Heute teilt er sich den Job mit RJBB-Trommler Steffen Reichenbach, dem Percussions-Joker für viele Blasorchester der Gegend.

Das Mammut-Aufgebot, das in verschiedenen Besetzungen agieren wird, spielt drei Sets mit jeweils fünf Titeln und muss mit seinen Kräften haushalten, da davon auszugehen ist, dass die Zugabenwünsche kein Ende nehmen werden. Von Klassikern wie „Spain“, „New York“ und „Every day I have the Blues“ bis hin zu Eigenkompositionen spannt die herausragende Formation den Bogen.

Die RJBB hat überregional einen Namen und war auch mehrfach im Ausland aktiv. Namhaft sind auch die aktuellen Mitglieder: neben den bereits genannten unter anderen Brigitte Volkert, Tasten, Ur-RBB-Klarinettist Peter Schmitt, Trompeter Helmut Wallner sowie die Rodgauer Kulturpreisträger Angela Groh, Saxofon, und Ehemann Jürgen K., Saxofon, Querflöte und primus inter pares bei der RJBB. Gig-Cheforganisator ist Thomas Krause, der als Posaunist bei fast so vielen Blasorchestern gefragt ist und aushilft wie Steffen Reichenbach als Schlagwerker.

Nicht dabei in Jügesheim ist der eingeladene Neue-Musik-Komponist Jens Joneleit, der einst als Schlagzeuger beim Musikverein Nieder-Roden begann, auf dessen Nährboden die RBB in den späten 1970-er Jahren ihren Anfang nahm. Jürgen K. Groh: „Er ist in Berlin und schreibt für Daniel Barenboim eine Oper.“ Eine hochkarätigere Entschuldigung ist kaum denkbar.

Quelle: op-online.de

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