Großer Neubau für die Kleinsten

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Fortschritte macht der Erweiterungsbau der Kita Freiherr-vom-Stein-Straße. Seit dem Ende des Winters wird mit Hochdruck gearbeitet.

Rodgau (eh) - Für den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kleinkinder unter drei Jahren hat die Stadt Rodgau mehr Zuschüsse erhalten als jede andere Kommune des Kreises Offenbach.

Aus dem Investitionsprogramm, das für die Jahre 2008 bis 2013 angelegt war, hat Rodgau mehr als 1,5 Millionen in Anspruch genommen. Rodgau liege damit kreisweit „an der Spitze des Ausbaus der U 3-Betreuung“, sagte Bürgermeister Jürgen Hoffmann gestern vor der Presse. Die Fördermittel des Kreises seien fast erschöpft. „Es scheint jetzt so etwas wie eine Endrallye zu geben“, ergänzte Stadtrat Michael Schüßler mit Blick auf andere Kommunen.

„Wir sehen uns darin bestätigt, dass wir 2008 gleich Gas gegeben haben“, so Schüßler. Als sich ein Rechtsanspruch auf Betreuungsplätze für Kleinkinder abzeichnete, hatten die städtischen Gremien einen konsequenten Ausbau des Angebots eingeleitet. „Eine Herkulesaufgabe“, wie Stadtrat Schüßler jetzt sagt. Trotz ihrer finanziellen Notlage habe die Stadt neben den erhaltenen Zuschüssen etwa die gleiche Summe aus eigener Kasse aufgebracht.

Kita Dudenhofen soll im September in Betrieb gehen

Beim Ausbau der U 3-Plätze ist Rodgau im Endspurt. Der Erweiterungsbau der Kindertagesstätte Freiherr-vom-Stein-Straße in Dudenhofen soll im September in Betrieb gehen. Dort entstehen nicht nur drei Kleinkindgruppen, sondern auch eine Cafeteria für alle Kinder des Hauses. Kosten: 850.000 Euro.

Stein auf Stein mauern die Arbeiter mit Kalksandsteinen die Wände hoch.

Raum für 30 weitere Kleinkinder bietet das geplante Familienzentrum Alter Weg in Jügesheim. Das Stadtparlament entscheidet am 26. März, welcher Entwurf aus dem Architektenwettbewerb realisiert wird. Der Magistrat schlägt vor, das Konzept der Wettbewerbssieger „tm.es architekten“ aus Berlin umzusetzen. Dabei soll ein Kostenrahmen von 1,85 Millionen Euro eingehalten werden. Zusätzlich ist eine Kleinkindgruppe für zehn Kinder im Christian-Zang-Haus Weiskirchen geplant. Wenn die Stadt dann auch noch neue Tagesmütter für bis zu 20 Kinder gewinnt, stehen für rund 1 000 Kleinkinder unter drei Jahren insgesamt 350 Betreuungsplätze bereit. Dies übertrifft die gesetzliche Vorgabe. Ab September 2013 haben Kinder ab dem ersten Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz

Erzieherinnen noch gesucht

Wie hoch der Bedarf wirklich ist, kann Sozialdezernent Schüßler nur schätzen. Er vermutet, dass in den nächsten Jahren noch mehr Kleinkindgruppen notwendig werden: „Wir schaffen Nachfrage mit unserem Angebot. Das heißt aber nicht, dass wir unbedingt neu bauen müssen.“

Schwierig ist die Suche nach Erzieherinnen. Allein für die drei Gruppen im Erweiterungsbau an der Freiherr-vom-Stein-Straße benötigt die Stadt neun Fachkräfte. Dabei konkurriert Rodgau auch mit Städten wie Dietzenbach und Frankfurt, die ihre Erzieherinnen über Tarif bezahlen. Als Rodgauer Vorteile nennt Bürgermeister Jürgen Hoffmann eine gute Arbeitsatmosphäre in den Kindertagesstätten, Weiterbildungsangebote und gute Aufstiegschancen. Hoffmann: „Wir haben vieles dafür getan, um ein attraktiver Arbeitgeber zu sein.“

Quelle: op-online.de

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