Grüne stellen die Ringstraße in Frage

Rodgau - (eh) Das Scheitern des Bebauungsplans zur Nordverlängerung der Rodgau-Ringstraße vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel (VGH) ist nach Ansicht von Bündnis 90 / Die Grünen ein Anlass, das Projekt noch einmal vor dem Hintergrund der aktuellen Situation der Stadt zu überdenken.

Einen Monat nach dem VGH-Urteil werfen die Grünen in einer Pressemitteilung eine Reihe an Fragen auf:

- „Sind Kosten, Belastungen und Schädigungen durch das projektierte Straßenstück nach heutigen Maßstäben wirklich noch durch den erwarteten Nutzen aufgewogen?

- Kann der Millionenaufwand für eine begrenzte Teilentlastung eines Stadtteils angesichts der finanziell desaströsen Lage der Stadt tatsächlich gerechtfertigt werden?

- Ist es zu verantworten, die letzte stadtnahe große Freifläche ohne Straßentrasse auch noch zu zerschneiden?“

Im Stadtparlament sei in den letzten Monaten deutlich geworden, dass Familienfreundlichkeit, soziale Gerechtigkeit, Bildung und Kultur die Hauptakzente einer zukunftsträchtigen Stadtentwicklung seien, schreiben Ortsverband und Fraktion in ihrer Presseerklärung. Und weiter: „Hier das Nötige zu tun und zu finanzieren wird in den nächsten Jahren schon schwer genug sein.“ Deshalb solle die Kommunalpolitik den Mut aufbringen, teure Wunschvorstellungen der Vergangenheit, wie zum Beispiel bei der Rodgau-Ringstraße, kritisch zu überprüfen und zu hinterfragen.

Quelle: op-online.de

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