Grundstückskauf als Bekenntnis zum Standort

Der Rödermärker Unternehmer Wolfgang Steiger (links), designierter Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, wechselt aus dem Regionalvorstand in die Landesleitung der Johanniter. Landesvorstand Günter Lohre dankte ihm. Foto: Pelka

Nieder-Roden - (bp) Der Regionalverband Offenbach-Kinzig der Johanniter Unfallhilfe möchte seine Hauptgeschäftsstelle in Nieder-Roden weiter ausbauen. Am Rand des gestrigen Jahresempfangs kündigte Vorstand Dr. Bernhard Knaf an, die Hilfsorganisation wolle nicht nur das bisher von der Stadt in Erbpacht genutzte Grundstück an der Borsigstraße 56 kaufen, sondern auch zwei Nachbargrundstücke.

Der Verband werde in Rodgau weitere Aufgaben bündeln. Etwa Fortbildungsangebote für den gesamten Landesverband.

Am Montag liegt dem Parlament eine Magistratsvorlage zu dem Grundstücksgeschäft vor. Der Kaufpreis soll 150 Euro pro Quadratmeter betragen. Bisher gehören die 3 120 Quadratmeter, auf denen die Johanniter-Hauptstelle steht, der Stadt. Die Johanniter zahlen seit 1993 Erbpacht dafür.

Die Vorlage an die Stadtverordneten ist delikat. Denn sie legt offen, dass die Hilfsorganisation jahrelang viel weniger Erbpachtzins an die Stadt zahlte, als dies vereinbart war. Weder die Johanniter bemerkten das, noch die Stadt. Jetzt stehen 58 532 Euro offen. Sie werden nach Zahlung auf den Kaufpreis angerechnet. Inklusive aller geleisteten Erbpachtzahlungen erhält die Stadt dann einen Kaufpreis von 468 000 Euro. „Weshalb die Stadt das versemmelt hat, lässt sich nicht genau rekonstruieren“, sagt Stadtrat Michael Schüßler. Johannitervorstand Dr. Knaf vermutet: „Das ist vergessen worden. Das war ein automatischer Dauerauftrag. Da hat keiner danach geguckt.“ Die Ursache des Vorfalls geht zurück in eine Zeit, in der weder Dr. Knaf noch Schüßler in dieser Angelegenheit Verantwortung trugen.

Beim Empfang lobte Johanniter-Landesvorstand Günter Lohre den Regionalverband als „sehr quirlig“ und „gut aufgestellt“. Danach verabschiedete er den bisherigen Vorstand Wolfgang Steiger und kündigte dessen Wechsel in die Landesleitung an. Steiger war zehn Jahre lang Vorstand und würdigte diese Zeit als „unvergesslich“.

Quelle: op-online.de

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