Grundstückspoker ist beendet

Nieder-Roden - (eh) Den Grunderwerb für das Feuerwehrhaus Süd lässt sich die Stadt voraussichtlich fast eine halbe Million Euro kosten. Mit den Eigentümern der beiden schmalen Parzellen am Festplatz Nieder-Roden hat Stadtrat Michael Schüßler einen Preis von 172,50 Euro je Quadratmeter ausgehandelt.

Am kommenden Montag werden die Stadtverordneten aus dem Urlaub geholt, um in einer Sondersitzung den Geländekauf zu beschließen.

Es geht um zwei handtuchförmige Grundstücke, die die Stadt unbedingt braucht“, sagte Schüßler gestern vor der Presse. Ein zusätzlicher Einigungsdruck sei durch die enge Zeitvorgabe des Konjunkturpakets entstanden. Der Kompromiss orientiere sich am Kaufpreis vergleichbarer Grundstücke im Gewerbegebiet Zeppelinstraße.

Ende Juni hatten die Preisvorstellungen der Stadt und der Privateigentümer noch bei 125 und 260 Euro gelegen. Theoretisch war die Spanne viel größer: Sie lag zwischen 5,11 Euro (Grünland) und rund 300 Euro (Gewerbegrundstück).

Auch nach der Einigung über den Grunderwerb steht die Stadt unter Zeitdruck. Wenn sie den Löwenanteil der Baukosten aus dem Konjunkturpaket finanzieren will, muss sie die Aufträge noch in diesem Jahr vergeben.

Die Entwurfsplanung sei „weitgehend abgestimmt“, sagte Hochbaudezernent Schüßler, der nächste Schritt sei die Genehmigungsplanung in engem Kontakt mit dem Bauamt des Kreises. Die Ausschreibung der Arbeiten beginne in den nächsten Wochen. Der Baubeginn sei für Anfang 2010 vorgesehen, so dass die Feuerwehr im Frühjahr 2011 einziehen könne.

Unterdessen arbeitet die Planungsabteilung am Bebauungsplan. Der ursprünglich für den Herbst vorgesehene Satzungsbeschluss kann nicht mehr im laufenden Jahr erfolgen, wie Bürgermeister Alois Schwab gestern vor der Presse sagte: „Aber auch das wird den Baubeginn nicht verzögern.“ Wenn die Offenlegung keine grundlegenden Änderungen ergebe, könne der Kreis vorab eine Baugenehmigung erteilen.

Entgegen früheren Angaben kann die Stadt nicht ihren ganzen Anteil aus dem Konjunkturpaket II in das neue Feuerwehrhaus stecken, da Bund und Land ihre Geldmittel an unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft haben. Stadtrat Schüßler erwartet rund 3,1 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket des Landes. An der Stadt Rodgau bleiben rund 1,5 Millionen Euro Baukosten hängen. Dazu kommen noch Grunderwerb und Erschließung.

Ganz ohne Konjunkturhilfe muss die Stadt den Bau des Feuerwehrstützpunkts Mitte stemmen. „Dieses Projekt war bereits durchfinanziert“, so Schüßler. Ein Generalunternehmer für den Neubau nahe der Rußfabrik werde derzeit gesucht, bis zur Baugenehmigung dauere es noch ein Vierteljahr: „Wir hoffen auf einen Baubeginn im Februar.“

Quelle: op-online.de

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