Hainhäuser Kerb

Gute Stimmung an der längsten Theke

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Die letzte Theke Rodgaus stand am Freitag in Hainhausen: Kerbbesucher hatten bereits vorab 62 Meter reserviert. Am Samstag und Sonntag litt das traditionelle Fest unter dem Regenwetter.

Hainhausen - „Es ist Freitagabend und da ist mein Platz hier auf der Kerb“, diese Aussage hörte man zur 27. Straßenkerb am Wochenende öfter.

Verständlich, denn an der längsten Theke Rodgaus und zwischen Buden und Ständen entlang der Martin-Bihn-Straße war es auch in diesem Jahr wieder unterhaltsam, gemütlich und gesellig.

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Erst mit Hammer, dann mit Schürze, zum zweiten Mal hatten die Kerbburschen von 2006 wieder Hand angelegt und für die Straßenkerb mit der IGEMO die lange Theke aufgebaut und mithilfe der Kerbmädels bewirtschaftet. 62 Meter der festlich geschmückten Konstruktion wurden vorab reserviert und am Freitag von den Besuchern auch fleißig genutzt.

„So ist das jetzt ideal“, erklärt Thorsten Rudolph, mehr Theke gehe aus Platzgründen auch kaum. Bei der Premiere im vergangenen Jahr war diese besondere Theke überraschend gut angekommen. „Schade, dass die Theke nur heute steht“, bedauerten einige der Gäste, die sich mit ihrer Begleitung spätestens bei Einsetzen der Dunkelheit am bunt beleuchteten Tresen sichtlich wohl fühlten.

Musikalisch untermalt wurde der Abend von Alleinunterhalter Günther Feltes mit einer bunt gemischten Auswahl an Unterhaltungsmusik. Zuvor schritten IGEMO-Vorsitzender Egon Laux und Landtagskandidat Ralf Kunert beim Bieranstich zur Tat. Dabei musste der in Hainhausen geborene Kunert bei seinem ersten Mal feststellen, dass einiges an Übung dazu gehört, um den Zapfhahn mit einem Schlag sauber im Fass zu versenken.

Nach zwei Jahren Kerbgolf gab es diesmal ein anderes Spielchen für die Besucher. Beim „Kerbmaßschieben“ galt es schwungvoll und zugleich mit Gefühl ein Bierglas über eine rutschige Bahn zu schieben und an einem bestimmten Punkt zum Stehen zu bringen. Schossen die ersten Versuche noch am Ziel vorbei und knallten an die Abgrenzung der selbst gezimmerten Konstruktion, hatten die Teilnehmer nach ein paar Versuchen den Dreh raus und scheiterten dann nur noch an wenigen Zentimetern. Gegen einen kleinen Obolus konnte sich jeder einmal ausprobieren, die ausgelobten Gewinne blieben aber recht lange unerreicht.

Die „Haahäuser Kerbborsche“ aus dem Jahr 2006 sind seit der Kerb aus besagtem Jahrgang aktiv mit dabei. Ursprünglich hatten sie sich zusammengefunden, um dieses eine Jahr einmal „ordentlich Kerb zu machen“. Aufgrund des großen Erfolges hatten sie sich entschlossen, auch weiterhin bei der Gestaltung der Kerb mitzuwirken. Dabei spenden die Kerbburschen ihren Erlös seither für einen guten Zweck, so auch in diesem Jahr.

„Dieses Jahr ist der Wettergott ein Kerbborsch“, freuten sich die Veranstalter der Straßenkerb am Freitagabend noch über trockenes Wetter. Am Samstag machte anhaltender Regen dem bunten Treiben zwischen den Ständen und Buden dann aber einen Strich durch die Rechnung. Dosenwerfen, Losbude, Entchen-Angeln, Süßigkeitenstand und das Fahrgeschäft warteten oftmals vergeblich auf Kunden. Bewirtet wurden die Besucher von Vereinen und Parteien. Zum Sontagskaffee hatte der katholische Kindergarten ins Pfarrhaus eingeladen, die Jugendvertretung der Turngemeinde hatte sich wieder eine kleine Kerbrallye ausgedacht.

Feiern an 62 Meter-Theke

Bilder

Heute, Montag, ist Kerbfrühschoppen bei der Turngemeinde und bei Udo Emge. Das Kerbcafé der katholischen Pfarrgemeinde St. Rochus öffnet um 15 Uhr direkt an der Kirche; der Erlös fließt in die Jugendarbeit der Gemeinde (Kuchenspenden: Ulrike Roth s 16785). Auch die Fahrgeschäfte haben heute noch einmal geöffnet. pep

Quelle: op-online.de

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