Kinder- und Jugendfarm an Münchhausenschule

Spaß mit Lehmpampe

+
Ordentlich eingelehmt geht es zum Saubermachen in die kalte Rodau. Auf der Kinder- und Jugendfarm entsteht eine selbst gebaute Lehmhütte.

Hainhausen/Urberach - An den vielfältigen Möglichkeiten der Kinder- und Jugendfarm erfreuen sich die Kinder der Betreuungseinrichtung der Münchhausenschule in Hainhausen zu Beginn der Sommerferien.

Und jedes Mal lassen sie quasi als Dankeschön auch etwas da – etwas von Hand Geschaffenes, mal ein Totem, passend zum Tipi, mal eine Lehmhütte wie in diesem Jahr. Jana Saß, die Leiterin der Betreuung, und ihre fünf Kolleginnen kamen mit fast 50 Kindern jeden Morgen von Hainhausen mit der S-Bahn nach Ober-Roden gefahren und rundeten das Erlebnis mit einer abschließenden Zeltübernachtung nach jeder der beiden Wochen ab. Jana Saß, längst mit den Möglichkeiten dort auf der Farm vertraut, hatte die Idee, diesmal eine Lehmhütte zu „hinterlassen“. Ihr Mann schuf das innere Holzgerüst, und das Zementwerk am Nieder-Röder Badesee lieferte den Lehm. Mehrere Väter hatten zuvor das Gerüst aufgebaut.

Lesen Sie dazu auch:

Wenn Zuckermoleküle hüpfen

In der ersten Woche wurde der Lehm eingeweicht und als erste Batzen mit einem Spachtel auf der Strohmatten-Unterlage verstrichen. Weit mehr Spaß machte es, die knetartige Masse mit voller Kraft an die Wände zu schleudern – die allerdings nicht immer kleben blieb, sondern schon mal wie ein Bumerang zurückkam. Wer sich richtig schön eingelehmt hatte, wanderte in die Rodau, die nach einigen Tagen mit Regengüssen zwar aufregend viel Wasser, aber auch eine empfindliche Kälte hatte.

Ferienspaß an drei Rodgauer Schulen

Ferienspaß an drei Rodgauer Schulen

Betreuerin Monique Lebien, am „Rodaustrand“ für die Wasserratten unter ihren Kindern zuständig, freute sich über die entspannte Atmosphäre: „Wir gehen ja in den Ferien immer viel in die Natur, und jeder kann sich aussuchen, wo er dabei sein möchte. Eine Gruppe von uns ist zwei Wochen im Wald, andere sind hier – es ist völlig stressfrei, selbst die lange Anfahrt. Am Anfang nervt der Fußweg vom S-Bahnhof die Kinder noch, doch nach ein paar Tagen sind sie ganz ruhig dabei, genießen die Zeit und freuen sich auf die abschließende Übernachtung.“

Fast alle haben am ersten Donnerstag die Nacht im Zelt verbracht, und Angst haben meist nur die Eltern – obwohl die Betreuer Wache halten. Am Freitag bringt dann eine Kollegin Frühstück mit Kakao und Kaffee vorbei, und wer möchte, kann in der zweiten Woche wiederkommen. An der Lehmhütte gibt’s noch genug zu tun.

chz

Quelle: op-online.de

Kommentare