Schon 14 Ordnungswidrigkeitsverfahren

Halter nehmen Leinenpflicht nicht ernst

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So soll es sein. Und so wird es zum Beispiel unter den Mitgliedern des Schäferhundevereins Jügesheim auch praktiziert: Gassi gegangen wird während der Brut- und Setzzeit ausschließlich an der Leine – so wie Rolf Baldner und Schäferhündin Venia dies auf unserem Foto vorbildlich praktizieren.

Rodgau - Etwa seit eineinhalb Monaten gilt die Leinenpflicht während der Setz-, Brut- und Aufzuchtzeit außerhalb der bebauten Flächen in der gesamten Feld- und Flurgemarkung.

Wie die bisherigen Kontrollen durch die Ordnungspolizei belegen, haben noch nicht alle Hundehalterinnen und Hundehaltern die Anleinpflicht verinnerlicht. Es wurden bereits 14 Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Hundehalter eingeleitet. „Dafür, dass gar nicht so häufig kontrolliert wird, ist das relativ viel“, meint Stadtsprecherin Sabine Fischer.

Weil das Anleingebot so mangelhaft eingehalten wird, erinnert die Stadt Rodgau nochmals an die derzeit geltende Leinenpflicht, um mögliche Ordnungswidrigkeitsverfahren im Voraus zu vermeiden. Gemäß der Verordnung über den Leinenzwang für alle Hunde und die Aufsichtspflicht für andere Tiere hin gilt die Anleinpflicht während der Setz-, Brut- und Aufzuchtzeit vom 15. Februar bis 15. Juni jeden Jahres außerhalb der bebauten Bereiche in der gesamten Feld- und Flurgemarkung. Sie dient dem Schutz frei lebender Tiere. In besonderem Maße sollen dadurch Jungwild sowie boden- und bodennah brütende Singvögel geschützt werden.

Ganzjährig besteht darüber hinaus der Leinenzwang innerhalb der verkehrsberuhigten Bereiche, innerhalb von Plätzen mit der Ansiedlung von Geschäften, innerhalb von Parks, in unmittelbarer Nähe von Kindergärten und -einrichtungen sowie Grundschulen, auf Wegen der S-Bahn-Trasse beidseitig sowie auf den direkten Zuwegen zu den Waldfreizeitanlagen.

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In diesem Zusammenhang weist die Stadt Rodgau außerdem deutlich darauf hin, dass Herrchen und Frauchen gemäß derzeit gültiger Hundesteuersatzung dazu verpflichtet sind, ihrem Hund eine gültige und sichtbare Hundesteuermarke am Halsband anzubringen. Konkret kann die Verordnung über den Leinenzwang mit grafischen Darstellungen unter www.rodgau.de (Ortsrecht – Öffentliche Sicherheit und Ordnung) eingesehen werden. Aus gegebenem Anlass weist die Stadt in einer Mitteilung auch noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Hinterlassenschaften der Vierbeiner auf öffentlichen Flächen zu entfernen sind. Hundekot sollte nur dort zu finden sein, wo er andere Mitbürger nicht belästigt. Er gehört deshalb keinesfalls auf Spiel- und Bolzplätze, Grünanlagen oder auf Geh- und Fahrradwege. Verunreinigungen durch Hundekot können bei entsprechender Anzeige mit einer Geldbuße von mindestens 50 Euro geahndet werden. Ausführliche Auskünfte erteilt der Fachbereich für Öffentliche Sicherheit und Ordnung unter 06106/693-1252. (siw)

Quelle: op-online.de

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