Handball aus Leidenschaft

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Einen Streifzug durch 38 Jahre Handball in der Turngemeinde Hainhausen hat die Weiskircherin Ellen Seidler nun zu Papier gebracht.

Hainhausen (pul) ‐ In diesem Jahr feiert die Turngemeinde Hainhausen (TGH) ihren 125. Geburtstag. Ein rundes Jubiläum, das zum Blick in die Vereinschroniken geradezu einlädt. Ellen Seidler hat ein spezielles Stück Chronik mitgeschrieben.

Von der Gründung der Damenmannschaft Mitte der 70er bis zu den „Turbobienen“ heute, stehen die Anekdoten der weiblichen Handballer im jetzt veröffentlichten Buch. Das Werk ist nicht als Chronik des TGH-Frauenhandballs zu verstehen, eher als Auflistung der Geschichte der speziellen Mannschaft, in der Ellen Seidler früher spielte. Ob in Siegerpose das Spielfeld verlassen wurde oder mit hängenden Köpfen, einen Grund für eine gesellige Runde nach dem Spiel fanden und finden die fidelen Handball-Damen der TGH immer. So ist die Freundschaft auch der Hauptgrund für Ellen Seidler, die Erlebnisse aus 38 Jahren Handballgeschichte auf 96 Seiten für die Nachwelt festzuhalten.

Für die begeisterte Handballerin bedeutete die Arbeit am Buch ein Jahr lang zu recherchieren, zwölf Monate lang Fotos zu suchen, Bilder einzuscannen und sich an die lustigsten Anekdoten zu erinnern, die die Zeit bei den TGH-Handballerinnen mit sich brachten.

Ehemann Herbert stand im Tor

Erinnert wird sich bei den Sportlerinnen der ersten Stunde auch gerne an ihre besten Zeiten zwischen 1981 und 1985, als unter Trainer Franz Kern der Aufstieg bis fast in die Oberliga gelang. Ein Bild vom Auftritt im „Sportkalender“ des Hessischen Rundfunks zusammen mit Sportreporter Hans-Joachim Rauschenbach zeugt von den Erfolgen der Hainhäuser.

Für Ellen Seidler, geboren in Katlenburg/Harz, war der Gang zur TGH nach dem Umzug von Frankfurt nach Jügesheim nicht schwer. Hatten sich die Hainhäuser doch bereits in der Mainmetropole, genau genommen bei den Duellen mit den Handballern in Niederrad, aufgrund der lautstark anfeuernden Fans einen guten Namen gemacht. Und die Handball-Leidenschaft der Seidlers begründete schon Ehemann Herbert als Torwart und Schiedsrichter in Frankfurt.

Auch die Enkelin greift zum Handball

So war die TGH die erste Adresse, als Tochter Angelika (damals neun Jahre jung), in die Familientradition einstieg und dem Sport rund um das runde Leder frönte.

Als Trainerin bei den Mädchen begonnen, kam für Ellen Seidler schnell das aktive Spiel bei der neu gegründeten Damenmannschaft hinzu. Aus der 1. Mannschaft von einst, sind heute die „Turbobienen“ geworden, die auf den Fotos in Ellen Seidlers Handball-Buch aus Skioveralls winken und hinter Sonnenbrillen am türkischen Sandstrand in die Kamera lächeln. Wanderungen und gemeinsame Urlaubsreisen gehören heute noch bei den „Turbobienen“ zum unterhaltsamen und informativen Programm.

Handball begeistert sind sie alle, die Seidlers. Neben Sohn Andreas, der bei der TGH in der Jugend und in der 1. Mannschaft spielte, greift nun auch Enkelin Jasmin (6) bei den „Mini-Minis“ zum Handball. Die Chronik der Seidlers und die der „Turbobienen“ kann somit fortgesetzt werden.

Quelle: op-online.de

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