Hilfsbereitschaft ausgenutzt

Autofahrerin verfolgt Handyräuber

Nieder-Roden - Unter dem Vorwand die Heinrich-Böll-Schule zu suchen, sprachen zwei Jugendliche am Montag, gegen 11.45 Uhr, in der Schweriner Straße, im Bereich des S-Bahnhofes, einen 19-Jährigen an.

Der hilfsbereite junge Mann begleitete daraufhin die beiden am Bahndamm entlang in Richtung Krümmlingsweg. Auf dem anschließenden Verbindungsweg forderten die Ratsuchenden unter der Androhung von Schlägen und eines Messers die Herausgabe des Rucksackes, des Handys und der Geldbörse.

Verängstigt  händigte der Erpresste den beiden die Sachen aus. Sie entfernten den Akku aus dem Handy, gaben es zurück und flüchteten wieder in Richtung S-Bahnhof. Das Opfer sprach anschließend eine Autofahrerin an, die die Räuber sofort verfolgte und einholte. Die Flüchtenden händigten daraufhin völlig überraschend den Rucksack aus und entfernten sich in unbekannte Richtung.

Abgekaute Fingernägel und Oberlippenbart

Die Ganoven sollen etwa 17 Jahre alt sein. Einer von ihnen war schlank und hatte kurze, schwarze Haare sowie leichte Stoppeln am Kinn und eine blutende Wunde auf der Handinnenfläche. Ebenso soll er mit einem dunklen Pullover und einer dunkelblauen Jeans bekleidet sein. Der zweite Übeltäter soll abgekaute Fingernägel und einen leichten Oberlippenbart haben. Er soll kräftiger und ungepflegter als sein Kumpel sein und einen braun-gelben Pullover und helle Jeans getragen haben. Wer weitere Hinweise auf die Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der Kripo unter der Rufnummer 069 8098-1234 zu melden.

Ähnlicher Fall in Hanau

Mehrere Stunden später, am gleichen Tag, kam es in Hanau zu einem ähnlichen Vorfall: Gegen 16 Uhr, sollen vier Unbekannte einem Reisenden dessen Telefon abgenommen haben, als dieser in der S 8 von Offenbach nach Hanau fuhr und mit seiner Mutter telefonieren wollte. Da die vier ohne den Entsperrungscode mit dem iPhone nichts anfangen konnten, sollen sie dem Mann ein Messer an den Hals gehalten haben, um so an die PIN zu kommen. Nachdem das Opfer den Code eingegeben hatte, flüchtete das Quartett aus dem Zugabteil. Zeugen dieses Vorfalles werden gebeten, sich bei der Kripo unter der 06181 100-123 zu melden.

kat

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © dpa

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