Nesseltiere

Quallen im sauberen See

Nieder-Roden (eh) - Quallen im Badesee Nieder-Roden: Nur wenige haben sie bisher gesehen, doch die harmlosen kleinen Tiere gibt es wirklich. „Schon seit Jahren“, sagt Schwimmmeister Peter Ruckelshausen.

Er ist darüber nicht unglücklich, denn die Süßwasserqualle gilt als Zeichen für gute Wasserqualität: „Da können wir zufrieden sein. “ Er vermutet, dass die durchscheinenden Wesen von Vögeln eingeschleppt wurden.

Nur wenige Exemplare kommen im Rodgau-See vor. Sie teilen sich den Lebensraum mit Fischen, Wasservögeln und Badegästen.

Als ausgewachsene Tiere sind diese Quallen nicht größer als eine Zwei-Euro-Münze - also zweieinhalb Zentimeter. Für Menschen sind sie ungefährlich. Sie fressen millimetergroße Kleinkrebse, Rädertierchen oder Einzeller.

Die ersten sind vor 20 Jahren aufgetaucht

Vor rund 20 Jahren seien die ersten Süßwasserquallen im Mainflinger Badesee aufgetaucht, erinnert sich Stefan Nast von der Gesundheitsaufsicht des Kreises Offenbach. Seither habe man hier und da weitere Exemplare beobachtet: „Wenn sie da sind, ist die Wasserqualität sowieso gut.“

Alle sechs Badeseen im Kreis Offenbach sind hygienisch einwandfrei. Sie alle sind von der Europäischen Union mit drei Sternen ausgezeichnet. Das ist die höchste Qualitätsnote für Badegewässer. Die Bewertung basiert auf den Ergebnissen der Wasseruntersuchungen der letzten vier Jahre.

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Laut EU muss alle vier Wochen eine Wasserprobe gezogen und untersucht werden. Der Kreis Offenbach testet die Badeseen während der Saison sogar alle zwei Wochen, um im Fall einer Veränderung schneller reagieren zu können.

„Ausgezeichnete Wasserqualität - Leitwerte eingehalten“ lautet seit Jahren das Ergebnis der Wasserproben im Strandbad Nieder-Roden. Nach der jüngsten Probe vom 17. Juli wurden 15 „koloniebildende Einheiten“ an Enterokokken pro 100 Milliliter gezählt - ein sehr niedriger Wert. Die Anzahl der Escherichia coli liegt nach wie vor niedriger als 15.

Quelle: op-online.de

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