Hass-Brief gegen Flüchtlinge

„Gequirlte Kacke, braune Soße!“

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Rodgau „Gequirlte Kacke, braune Soße!“ So sauer und so deftig in der Formulierung hat man Bürgermeister Jürgen Hoffmann  noch nie erlebt. Doch der Brief, den er heute Morgen zum Thema Asylbewerber in seinem Briefkasten fand, trieb ihn auf die Palme.

Die Hetz-Schrift gegen Flüchtlinge war ein Randthema in der Magistratspressekonferenz. Hoffmann und Erster Stadtrat Michael Schüßler warben dabei eindringlich bittend dafür, dass Rodgauer, die eine freie Wohnung/Haus (am besten möbliert) besitzen, doch an die Stadt vermieten mögen, damit diese dort Asylbewerber unterbringen kann. Zum 1. März hat der Kreis Offenbach die Beschaffung von Wohnraum für Flüchtlinge an die Stadt übertragen. 178 werden dieses Jahr erwartet. Bisher war immer von 133 die Rede gewesen.

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Wohnungen sind Mangelware

Die Gemeinschaftsunterkunft für 80 Personen, die der Kreis in Nieder-Roden hinter der Bürgerhausschule neu bauen möchte, ist erst im Spätherbst fertig. Die Stadt muss sich mit Wohnungen und notfalls Hotels behelfen und ist mit einer Pension für 30 Personen bereits in Verhandlungen. Der Kreis zahlt für die Wohnungen etwa sieben bis neun Euro Miete pro Quadratmeter.

Schüßler appellierte, ausschließlich „adäquaten Wohnraum“ anzubieten: „Was wir für uns selbst beanspruchen, sollten wir auch anderen zuteil werden lassen.“ Kontakt: 6931100 und -1346 oder E-Mail an fd6@rodgau.de.

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bp

Quelle: op-online.de

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