Das Haus Emmanuel soll wachsen

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Der Erweiterungsbau für das Haus Emmanuel in Jügesheim wird immer realistischer.

Jügesheim ‐ Der Erweiterungsbau für das Haus Emmanuel wird immer realistischer. Nachdem die Bauherren die Bauvoranfrage bei der Stadt eingereicht hatten, liegt dem Parlament nun eine Vorlage des Dezernenten Michael Schüßler zum Grundstücksverkauf vor. Von Bernhard Pelka

Wie mehrfach berichtet, muss die Stadt dem Verein „Gemeinsam mit Behinderten“ und dessen Stiftung das Abrisshaus Vordergasse 26 als Zuwachsfläche überlassen, sonst kann der Erweiterungsbau nicht entstehen. Die marode städtische Liegenschaft steht unmittelbar neben dem Haus Emmanuel, das der Verein im Jahr 2003 für 2,5 Millionen Euro als Behindertenwohnanlage errichtet hatte. Deren 13 Zimmer belegt die Wohngruppe Rodgau des Vereins „Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach“. Schüßler folgt mit seiner Vorlage zur Parlamentssitzung am 22. Februar einer Initiative der Rathauskooperation aus SPD, Grünen, FDP und FWG. Sie hatte im Oktober 2008 vorgeschlagen, das Grundstück mit dem Abbruchhaus den Käufern zu überlassen und auf den Kaufpreis von 40.000 Euro die Abrisskosten von ebenfalls 40.000 Euro anzurechnen. Mit dem Erweiterungsbau stünden in Rodgau dann 18 betreute Wohnungen für Behinderte zur Verfügung.

Die Bauherren rechnen mit bis zu 800.000 Euro Neubaukosten. Die Finanzierung soll nicht über Banken laufen. Vielmehr hofft der Verein „Gemeinsam mit Behinderten“, dass sich private Großanleger finden, die ihr Geld als zinsloses Darlehen in den Neubau stecken.

Quelle: op-online.de

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