Heiligenhäuschen ist Autos im Weg

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Bleibt es östlich der Hauptstraße stehen oder kommt es auf die Grünfläche an der Obermühle? An den Eigentumsrechten fürs Heiligengehäuses scheiden sich die Geister.

Weiskirchen (pul) ‐ Das Heiligengehäuschen vor dem Mehrfamilienhaus in der Hauptstraße 27 ist Gegenstand öffentlicher Diskussionen geworden.

Die Eigentümergemeinschaft, in deren Besitz sich das gut 2,60 Meter hohe Denkmal befindet, möchte es auf den gegenüberliegenden Obermühlplatz verlegen.

Der Magistrat stimmt dem grundsätzlich zwar zu, lehnt aber wegen der Haushaltslage eine Übernahme des Marienbildnisses in städtisches Eigentum ab.

Der Eigentümergemeinschaft schräg gegenüber der Bäckerei in Weiskirchens Süden ist die Zufahrt zum Haus einfach zu eng. Der Weg um das Haus herum wurde extra so angelegt, dass das Bildnis unberührt bleibt. Nun kommen größere Fahrzeuge kaum um das Gebäude herum, um zum Haupteingang und den Garagen auf der Rückseite zu gelangen.

Deshalb streben die sechs Parteien der Eigentümergemeinschaft die Verlegung des Heiligengehäuses auf die gegenüberliegende Grünfläche an der Obermühle an. Die Privatleute würden das Versetzen bezahlen und das Heiligenhäuschen herrichten. Grundsätzlich möchten sie es aber der Stadt übereignen.
Der Ortsbeirat stimmte der Verlegung bereits zu. Die Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises unterstützt diese Entscheidung auch, allerdings mit der Auflage, auf eine fachgerechte Ausführung zu achten.

Zustimmung erfährt die Versetzung auch vom Magistrat. Allerdings lehnt die Stadt ab, den Unterhalt sowie das Eigentum an dem Bildnis zu übernehmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage, so die Stadt in ihrer Begründung, könne es nicht Aufgabe werden, private Baulichkeiten zu unterhalten, auch wenn diese einen Beitrag zur Wahrung des geschichtlichen Erbes leisten können. Eigentum verpflichte auch Privateigentümer zu dessen Erhaltung, so der Magistrat in einer schriftlichen Stellungnahme.

Quelle: op-online.de

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