Heimwerker möbeln das Museum auf

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Da ist noch jede Menge Arbeit zu erledigen. Das Heimatmuseum Nieder-Roden wird komplett renoviert (von links: Peter Staudt, Rudolf Welzenbach und Andreas Lesnik).

Nieder-Roden (pul) ‐ Im Heimatmuseum Nieder-Roden wird schwer gearbeitet. Ehrenamtliche verpassen den Innenwänden einen neuen Anstrich, verlegen neuen Fußboden und setzen mehr Steckdosen.

Wer den Handwerkern des Arbeitskreises für Heimatkunde über die Schulter schauen möchte, ist am Samstag, 12. Februar, ab 14 Uhr willkommen. Strahlend hell sind die frisch geweißten Wände im Heimatmuseum im Schatten der Kirche St. Matthias. Dunkle Räume, wie im ehemaligen Spanischen Club mit seinen Holzwänden, haben ausgedient. „Der war verwohnt“, betont Vorsitzender Günther Keller und weint dem Raum keine Träne nach. Denn wenn die seit 10. Dezember laufenden Arbeiten im Mai abgeschlossen sein werden, erstrahlt dort ein Museumscafé im Stil der vorletzten Jahrhundertwende.

Ein Durchbruch schafft eine Verbindung zum Nebenraum. Vier Räume, somit einer mehr als bisher, stehen dem Verein nach der Renovierung im Erdgeschoss zur Verfügung. Eine historische Küche wird dort einziehen mit Waschtisch und anderen Utensilien, mit denen Urgroßmutter anno dazumal auf kleiner Fläche gekocht und gewaschen hat.

Ein Stockwerk höher sind schon neue Steckdosen gesetzt und die Rigips-Platten, insgesamt 360 Stück, bereits gestrichen. Dort plant der Arbeitskreis zwei kleine Räume für Erinnerungsstücke anderer Vereine bereitzustellen. Früher hatten Vereine ihre Wimpel, Fahnen und Urkunden in der Vereinsgaststätte, so Günther Keller. Heute fehlt dazu oft der passende Raum.

Der Aufgang zum oberen Stockwerk wird ebenfalls komfortabler. Treppenstufen, an denen der Zahn der Zeit genagt hat, gilt es zu erneuern. Alle Stufen erhalten einen frischen Belag. Ein zweiter Handlauf sorgt für mehr Sicherheit. Draußen im Hof lädt künftig eine Sitzgelegenheit zur Rast im Schatten ein.

Für die kleine „Stehparty“, die der Arbeitskreis am Samstag plant, ist es dann im Hof sicher noch zu kalt. Aber für aufschlussreiche Gespräche über den Umbau, für ein Bier oder ein Würstchen im Stehen ist sicher genügend Platz und Zeit. Der Heimatverein hofft auch darauf, dass der ein oder andere mit einer Spende zum Gelingen des Umbaus beiträgt.

Quelle: op-online.de

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