Heinz Murmann mit eigener Energie

Strom aus Wind und Sonnenlicht

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Heinz Murmann kennen die Rodgauer als Heimatfilmer. Er ist aber auch ein begnadeter Bastler. Diesen Schaltschrank zur Kontrolle und Sicherung seiner Solaranlage und des Windrads hat er selbst gebaut.

Nieder-Roden - Über Stromausfälle wie zuletzt am Montagabend in Jügesheim kann Heinz Murmann nur souverän schmunzeln. Seit Dienstag ist der Mann mit seinem Privathaus unabhängig vom Stromnetz herkömmlicher Anbieter.

Auf dem Dach seiner Garage erzeugt nicht nur eine Solaranlage den Saft für die Steckdose, sondern in seinem Hof dreht sich jetzt auch ein Windrad. Zugegeben: Wer sich ein solches Projekt zutraut, muss einiges handwerkliches Elektriker-Geschick vorweisen können. Sonst wird’s eine teure Aktion mit vielleicht unrühmlichem Ende. Der 72-jährige Nieder-Röder aber hat ein Händchen unter anderem für alles, was mit Strom zu tun hat. Folglich baute er ohne Probleme die meist übers Internet bestellten Einzelteile des Windrads und auch vor einiger Zeit der Solaranlage selbst zusammen.

Beide Energieerzeuger speisen acht Batterien, die als Speicher dienen. Das reicht selbst bei trübem Wetter, um im Bungalow an der Borsigstraße alle Verbraucher zu versorgen. Bis auf den E-Herd und die Waschmaschine. „Der Herd braucht Starkstrom“. Aber auch dieses Problem ist keins mehr. Denn vom Herd haben sich Heinz Murmann und seine Frau inzwischen unabhängig gemacht. Eine Kochplatte und eine Mikrowelle reichen aus, um für den Alltag zu kochen. Beides wird betrieben übers Windrad und die Solaranlage.

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Geliefert wurden vom Windrad lediglich das Flügelrad und der Motor. Den zehn Meter hohen Mast musste sich Murmann extra besorgen. Vom Ergebnis ist er begeistert: „Wenn ich nochmal 30 wäre, würde ich eine Firma gründen und Privatleuten solche Anlagen zuhause aufbauen.“

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(bp)

Quelle: op-online.de

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