Herbarium der besonderen Art

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Sie hatte die schnellsten Finger: Bernadetta Güra (rechts) erwies sich als besonders flink beim Schälen und wurde von Willi Winter (hinten rechts) und Helmut Trageser zur „Miss Gewellde“ ernannt.

Weiskirchen - (chz) Vier Zentner der tollen Knolle, die im Pellkartoffelzustand hier zu Lande „Gewellde“ heißt, wanderten am „Gewellde-Owend“ beim Heimat- und Geschichtsverein Weiskirchen über die Theke, dazu kiloweise marinierter Fisch, endlos viel Hausmacher Wurst und dazu Öldungsel (quasi die „Musik“) ganz umsonst.

Die Frauen und Männer des Vereins hatten alle Hände voll zu tun.

Mit großem Vergnügen kürten Vorsitzender Helmut Trageser und sein Stellvertreter Willi Winter im Lauf des Abends die „Miss Gewellde“. Von drei Frauen mit flinken Fingern erwies sich beim Schälen von drei dampfend heißen Kartoffeln die Jüngste, Bernadetta Güra, als besonders flink. Sie wurde mit Schärpe und „Hausmacher“-Dosen entlohnt. Für alle weiteren Gäste bot die Tombola gute Chancen auf schmackhafte Gewinne.

Gerne signierte Karl Hegner (links) sein Buch „Wildblüten in Rodgau“ beim Heimat- und Geschichtsverein Weiskirchen. Das 100 Seiten umfassende Büchlein ist für fünf Euro im Heimatmuseum und beim Autor erhältlich.

Auch in diesem Jahr hatte der Verein einen heimatgeschichtlichen Höhepunkt am Gewellde-Owend zu bieten: Frisch aus der Druckerei kam das jüngste „Kind“ von Karl Hegner, eine Fotosammlung unter dem Titel „Wildblüten in Rodgau“. Der Ursprung des Bändchens, das der Heimat- und Geschichtsverein mit Unterstützung der Sparkasse Langen-Seligenstadt herausgegeben hat, liegt in einer Artikelserie, die der Autor und frühere Schulrektor über zwei Jahre in der Offenbach-Post veröffentlichte. Einzelne Blätter hatte er im Sommer schon im Museum ausgestellt.
Ein Herbarium der besonderen Art“, wie Karl Hegner es nennt, musste für diese Sammlung von 90 wild blühenden Pflanzen doch kein einziges Blümchen ausgerissen und getrocknet werden. Die heimische Blütenwelt wurde ausschließlich mit dem Fotoapparat eingefangen. Von „Acker-Hellerkraut“ bis „Zypressen-Wolfsmilch“ gedeiht so Einiges auf Rodgaus Fluren, wie in dem Büchlein nachzulesen und anzuschauen ist.

Quelle: op-online.de

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