Herbstmarkt

Vom Kohlkopf zum Sauerkraut

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Der Herbstmarkt auf dem Ludwig-Erhard-Platz lockte zwei Tage lang viele Besucher an.

Dudenhofen - Buntes Markttreiben, Spezialitäten aus der Heimat und ein Unterhaltungsprogramm sorgten am Wochenende für gute Stimmung. Zwei Tage lang belebte der „Rodgauer Herbstmarkt à la Sauerkraut und Ebbelwoi“ den Ludwig-Erhard-Platz.

Gewerbeverein und städtische Wirtschaftsförderung gingen mit dieser Veranstaltung gemeinsam neue Wege. Nach dem Motto „Aus zwei mach’ eins“ kombinierten sie das Dudenhöfer Sauerkraut-und-Ebbelwoi-Fest mit dem Rodgauer Herbstmarkt.

Angefangen hatte das Fest des Gewerbevereins Dudenhofen rund um Sauerkraut und Apfelwein vor Jahren an der Resch-Scheune. Im Lauf der Zeit war der Trend zu einer Ausweitung erkennbar, der Durchbruch kam dann in diesem Jahr mit dem Herbstmarkt. Denn dieser fand diesmal nicht in Jügesheim statt, sondern in Dudenhofen und ließ sich gut mit dem Gewerbevereins-Fest kombinieren.

Alte Traditionen selbst ausprobieren

Hobeln, was das Zeug hält: Ortsvorsteher Gerald Klein, Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze und Marc Vollberg (von links) zerkleinerten in einer Viertelstunde stolze 24,30 Kilogramm Weißkohl.

Rund 25 Marktstände mit kulinarischen Spezialitäten wie Wein, Apfelsaft, Imkereiprodukten, Wild und Käse, sowie herbstlichen Geschenkartikeln, Dekorationsgegenständen, Pflanzen und Dienstleistungen ergänzten das fleißige Einmachen von Sauerkraut und das Pressen von frischem Apfelmost. Wer wollte, durfte selbst einmal die alte Tradition des Krauteinmachens ausprobieren oder eines der frisch verschlossenen Gläser mitnehmen. Auch Bürgermeister Jürgen Hoffmann und Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze legten Hand an und drückten das frisch geschnittene und mit Gewürzen verfeinerte Kraut in die Einmachgläser. Beide waren mit der Kooperationsveranstaltung zufrieden.

Herbstlich waren neben den Gewächsen der örtlichen Baumschule auch die vielen Basteleien der Kreativen an ihren Ständen. Beleuchtete Kürbisse, Holzkunstwerke und andere dekorative und nützliche Dinge gab es nahe der kleinen Kunstausstellung in der Resch-Scheune zu entdecken. Auf der Bühne sorgten das Duo Sunflower, die Giesemer Trottwa-Lerchen und ihre kleinen Trottwa-Küken für Unterhaltung. Die After-Kraut-Party am Samstag startete mit der Band „frizzante“ aus Rödermark. Den musikalischen Frühschoppen am Sonntag gestaltete die „Rodgauer Blasmusik“. Zuvor war gemeinsam Erntedank-Gottesdienst in der evangelischen Kirche gefeiert worden. Mit dem Schäfer Markus Metzger und dem Kunstschmied Joachim Harbut kamen am Sonntag noch weitere Attraktionen hinzu. An beiden Tagen gab es zudem Kinderbetreuung auf dem Gelände der Kita „Eulennest“ mit Bastelaktionen und Hüpfburg.

Bilder vom Herbstmarkt

Rodgauer Herbstmarkt in Dudenhofen

Heftig angefeuert und hoch motiviert gingen die Mannschaften am Sonntag bei der ersten Rodgauer Krautschneide-Meisterschaft an den Start. Nach einer Einführung durch den Gewerbevereinsvorsitzenden Berthold Schüßler im Umgang mit Messer und Schneidebrett legten die Teams los. Jeweils zwei Dreiermannschaften traten gegeneinander an, am Ende zählte unter allen jedoch das Gewicht an Kraut, dass sie in 15 Minuten geschält und geschnitten hatten.

Aus dem Publikum gab es nicht nur Applaus, sondern auch unterhaltsame Kommentare und hilfreiche Tipps. Besonders die jüngeren Teilnehmer hatten zuvor weder Kohl noch Schneidebrett in der Hand gehabt. Den Sieg errangen die Krautprofis des Gesangvereins Germania mit 43,96 Kilogramm vor den „Gewerbeverein All-Stars“ mit 37,22 Kilogramm, die allerdings außer Konkurrenz antraten. Danach folgten „Die Dudenhöfer“ mit 28,86 Kilogramm und ein gemischtes Team um Wirtschaftsförderer Bernhard Schanze mit 24,30 Kilogramm Weißkraut.

pep

Quelle: op-online.de

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