Der Landesehrenbrief würdigt Günter Kellers Verdienste für ein liebenswertes Nieder-Roden

Herz gehört der Heimatkunde

Mit dem Landesehrenbrief hatte Kreisbeigeordnete Claudia Jäger Günter Kellers vielfältiges Engagement gewürdigt. Er selbst dankte seiner Frau Ute mit Blumen: Ohne ihr Verständnis wäre dies alles nicht möglich - ein Lob stellvertretend für alle, die oft im Hintergrund stehen.

Nieder-Roden - (chz) Im Pfarrzentrum St. Matthias bekam ein Mann den Ehrenbrief des Landes Hessen, der weit über seinen Ortsteil hinaus in Rodgau bekannt ist: Günther Keller (55), aufgewachsen „auf dem Dill“, Fernmeldetechniker-Ausbilder im Ruhestand, stets hilfsbereiter Aushilfs-Landwirt auf dem Katharinenhof und ehrenamtlich engagiert in zahlreichen Vereinen.

Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger würdigte seine „hervorragenden Leistungen im heimatkundlichen Bereich“, allem voran seine Aufgabe als Vorsitzender des Arbeitskreises für Heimatkunde Nieder-Roden, mit dem steten Anliegen, Jugendlichen die Geschichte ihrer Heimat näher zu bringen.

Die zahllosen Neuerungen, die Keller zu verdanken sind, führte Norbert Spahn in seiner Laudatio auf: so etwa die Veränderungen des Ortsbildes, angefangen vom Bildstock bis zu den neuen Straßenschildern in alter Mundart. Zu Kellers Verdiensten gehört die Betreuung des Heimatmuseums in der Turmstraße, das er um die „Gudd Stubb“ und ein Klassenzimmer von anno dazumals erweitert hatte.

Veranstaltungen wie Weihnachtsmarkt oder Kerb kehrten auf seine Initiative zurück in den Ortskern, Kerbvadder ist Keller obendrein. Aus den Gruß- und Dankesworten von Stadtverordnetenvorsteherin Anette Schweikart-Paul, Bürgermeister Alois Schwab, Ortsvorsteher Steffen Hartmann, Kirchen-Verwaltungsratmitglied Emilie Raub und zahlreichen Vereinsvertretern wurden die weiteren Ehrenämter des viel beschäftigten Mannes mit all seinen kreativen Ecken und Kanten sichtbar: seit vier Jahren Vorsitzender der Turngemeinde 1905 sowie der Jagdgenossenschaft, seit zehn Jahren im Elferrat und in den letzten Jahren auch Fastnachtsprotokoller, Mitglied des Rassegeflügelzuchtvereins und der Kolpingsfamilie sowie Gründungsmitglied der Jungkolping und manches mehr.

Nach so vielen lobenden Worten erläuterte Keller augenfällig mit Zylinder, Narrenkappe und Baseballmütze, wie es zu all diesen Ämtern gekommen war, hatte es doch stets vor den Neuwahlen geheißen: „Das muss ein echter Nieder-Röder machen - du kannst das doch, wir helfen dir auch!“ Er wünschte sich, dass die Heimat- und Geschichtsvereine in Rodgau in Zukunft noch intensiver für ihre Ortsteile arbeiten, aber auch an einem Strang ziehen, wo es um Ziele geht, die für die Gemeinschaft wichtig sind. Alle Gäste der Feierstunde, die vom Musikverein umrahmt wurde, wanderten weiter zum Lindenblütenfest - einer Neuerung seit zwei Jahren, die ebenfalls der Initiative von Günther Keller zu verdanken ist.

Quelle: op-online.de

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