Herz und Hand für die Gänsbrüh

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Zu tun gibt es immer etwas auf dem Waldfestplatz an der Gänsbrüh. Hans Klein und Karlheinz Berndt legen hier mit Werner Seib gemeinsam Hand an.

Dudenhofen (pul) - Eigentlich steht sie sehr gut da, die Festhütte am Naherholungsgebiet Gänsbrüh. Damit nach festlichen Aktivitäten alles wieder seine Ordnung hat, bedarf es permanenten Engagements und handwerklichen Geschicks. Dafür sorgen Hans Klein und Karlheinz Berndt.

Sie haben die Nachfolge des verstorbenen Alfred Klein angetreten, der sich über Jahrzehnte um die Ordnung im Naherholungsgebiet gekümmert hat. Die Interessengemeinschaft der Ortsvereine (IGEMO) hat im April die Zuständigkeit für die Anlage neu geregelt. Denn zu tun ist immer etwas.

Karlheinz Berndt legt den Kopf in den Nacken und betrachtet die Dachkonstruktion über dem betonierten Sitzbereich. „Das Dach müsste mal gestrichen werden“, meint er. Dagegen haben die Wände der Bewirtschaftungshütte bereits im letzten Jahr eine neue Schutzfarbe von den Aktiven des Musikvereins erhalten.

Hans Klein ist kein Mann der langen bürokratischen Wege. Bei Bedarf greift er kurzerhand zu seinem Werkzeugkasten. Er hat bereits neue Regale angebracht und Wagen für den Transport Dutzender Stühle besorgt.

Kontrollpflicht bei Feiern

Werner Seib, zweiter Vorsitzender der IGEMO, überlegt, als neue Geldquelle den etwa 45 Quadratmeter großen Anbau für private Feiern zu vermieten. Anfragen sind an Hans Klein unter der Nummer  266288 oder 0171/8039738 zu richten. Für die Nutzung der Kühlung und der Sitzgarnituren fällt eine Pauschal-Gebühr an. Wasser- und Stromverbrauch werden individuell berechnet.

Gerade bei Feierlichkeiten erfüllen die IGEMO-Vertreter ihre Kontrollpflicht. Schließlich sollen für den nächsten Nutzer alle Gerätschaften in gutem Zustand sein, so Klein.

Bei den Festivitäten vermisst Werner Seib Veranstaltungen wie die Freiluftkonzerte früherer Jahre. Die Untere Naturschutzbehörde in Dietzenbach verbot damals laute Musikveranstaltungen, um die Tierwelt in der Brut- und Setzzeit zu schützen.

Immer wieder Schmierereien

Umweltschutz soll auch in Sachen Müll gewährleistet sein. Seit diesem Jahr kümmern sich die Veranstalter selbst um die Müllentsorgung, so Werner Seib. Aktuell denkt die IGEMO über ein neues Konzept der Müllentsorgung an der Gänsbrüh nach, das für alle Vereine gleichermaßen gelten soll.

Unerwünscht sind die gelegentlichen Schmierereien an den Holzwänden der Gebäude. „Schmierereien gibt es immer mal“, so Karlheinz Berndt. In den Jahrzehnten des Bestehens ist aber nichts Gravierendes passiert, betont er. Da tut auch der Wasserrohrbruch keinen Abbruch, den städtische Handwerker vor einigen Wochen ruckzuck wieder hingebogen haben.

Selbst der Einbruchsversuch im Toilettenhäuschen mit heruntergetretenen Türklinken und eingeschlagenen Scheiben schränkt die Freude über die intakte Anlage keineswegs ein. Die Gänsbrüh wird noch viele fröhliche Veranstaltungen erleben.

Quelle: op-online.de

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