Projekt „Wellcome“ hat noch Kapazitäten frei

Hilfsangebot an junge Eltern

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Die Nachfrage von jungen Eltern hält sich derzeit noch in Grenzen.

Rodgau - Gut gemeint, aber bisher kaum registriert: Das 2002 in Hamburg gegründete Projekt „Wellcome“ findet in Rodgau nur wenig Beachtung. Ehrenamtliche bieten sich dabei jungen Familien an, diese zu entlasten. Bisher haben dies nur drei Familien angenommen.

Die Projektmacher rühren deshalb die Werbetrommel.

Ob eine Familie gegründet oder erweitert wird, junge Eltern können mit der Situation eines Neugeborenen überfordert sein. Deshalb versucht das Projekt „Wellcome“ des Kinderschutzbundes diesen unter die Arme zu greifen. Damit Mama und Papa mal wieder Durchatmen können. Allerdings sind die ehrenamtlichen Helferinnen unterfordert, da nur wenige Familien diesen Dienst in Anspruch nehmen.

„Wir sind wild entschlossen jungen Familien zu helfen!“, beschreibt es Birgit Lemper, eine der 13 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen bei „Wellcome“. Allerdings nehmen dieses Angebot zurzeit nur drei Familien in Anspruch. Dementsprechend sind noch Kapazitäten frei. „Das größte Problem ist die Hemmschwelle, sich einzugestehen, dass man Hilfe benötigt“, erklärt sich Koordinatorin Angelika Witte-Weisenbach die Situation. „Es gibt aber auch viele Familien, die der Ansicht sind, dass andere die Hilfe dringender benötigen als sie selbst.“

Angebot steht allen Familien offen

Einige Familien scheuen sich vor dem Angebot, da es ein Projekt des Kinderschutzbundes ist. Somit würden die Eltern mit Problemfällen verglichen werden. Das ist jedoch nicht der Fall. „Wellcome“ ist für alle Familien offen, die mit der Situation eines Neugeborenen überfordert sind. Niemand muss sich deswegen schämen.

Eine weitere Barriere, die es anfangs zu überbrücken gilt, ist das fehlende Vertrauen. Dabei achtet „Wellcome“ darauf, dass die Kinder in sichere Hände gegeben werden. Ohne ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis gibt es keine Möglichkeit „Oma-Ersatz“, wie sich die Damen selbst bezeichnen, zu werden. Zusätzlich haben alle Ehrenamtlichen einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert.

Ermäßigungen sind möglich

Ist das Vertrauensproblem bewältigt, besteht die Möglichkeit, dass über Jahre hinweg Kontakt bestehen bleibt. „Es macht viel Freude“, meint Roswitha Kirchner. Der Meinung ist auch Jutta Haß: „Zu einigen Familien habe ich immer noch Kontakt. Manchmal werde ich zum Grillen eingeladen, manchmal helfe ich bei Notfällen aus. Dort bin ich Oma Jutta.“

Da die Helferinnen ehrenamtlich arbeiten, werden sie für ihre Arbeit nicht bezahlt. Es fallen jedoch zehn Euro Vermittlungsgebühren sowie fünf Euro pro Stunde für die Organisation an. „Ermäßigungen sind natürlich möglich. Daran soll es nicht scheitern. Wir finden immer eine Lösung“, versichert Angelika Witte-Weisenbach.

Weitere Informationen über das Projekt „Wellcome“ lassen sich auf der Homepage unter www.wellcome-online.de) oder bei Angelika Witte-Weisenbach einholen: Telefon  0176 92136811 oder unter E-Mail rodgau@wellcome-online.de. 

(lh)

Quelle: op-online.de

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