Wirbelsturm auf den Philippinen

Hilfsgüter aus Nieder-Roden

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Daniel Ginsberg, Logistikexperte von World Vision, kontrolliert eine Palette Hilfsgüter in Nieder-Roden.

Nieder-Roden - Hilfe für die Opfer des Wirbelsturms „Haiyan“ auf den Philippinen kommt auch aus Rodgau. Das Kinderhilfswerk World Vision unterhält ein Lager mit Hilfsgütern im Gewerbegebiet Nieder-Roden. Heute startet dort ein weiterer Hilfstransport.

Bereits am 10. November hatte World Vision 6 400 Decken und 3000 Zeltplanen in das Katastrophengebiet geschickt. Das christliche Kinderhilfswerk ist eine von 22 Organisationen, die sich zur „Aktion Deutschland hilft“ zusammengeschlossen haben. Nun geht eine große Menge an Material auf die Reise. Auf den Frachtpapieren stehen knapp drei Millionen Wasserreinigungstabletten, 20.000 faltbare Wasserkanister (für zehn Liter Inhalt), 5000 Küchensets mit Töpfen, Löffeln und Gabeln sowie 560 große Zelte mit jeweils 24 m² Grundfläche.

In einer Lagerhalle des Logistikunternehmens Speer stehen auch Paletten mit Material für so genannte Kinderschutzzentren bereit. Sie sollen Kindern eine Zuflucht bieten, die durch den Taifun ihr Zuhause und ihre Eltern verloren haben. Dabei handelt es sich um Riesenzelte, die komplett mit Spielsachen und Unterrichtsmaterialien ausgestattet sind. „Es gibt eine unglaublich hohe Zahl an traumatisierten Kindern“, berichtet Dirk Bathe, Medienreferent von World Vision Deutschland. Die internationale Organisation von World Vision werde insgesamt 40 solcher Zelte aufbauen.

Spur der Verwüstung nach Taifun Haiyan

Spur der Verwüstung nach Taifun Haiyan

Sicher verpackt warten so genannte Kinderschutzzentren in Nieder-Roden auf ihren Transport in das Katastrophengebiet. Heute fahren mehrere Lastwagen mit Hilfsgütern von der Klöcknerstraße zum Frankfurter Flughafen, wo morgen das Frachtflugzeug startet.

Im Bauch einer Frachtmaschine von Lufthansa Cargo treten die Hilfsgüter aus Rodgau am Freitag den Flug auf die Philippinen an. Mit an Bord sind Materialien mehrerer anderer Hilfsorganisationen. „Zusammen mit dem Bündnis ,Aktion Deutschland hilft’ verladen wir insgesamt 55 Tonnen Hilfsgüter“, sagt Dirk Bathe. Die Notvorräte an der Klöcknerstraße seien auch nach diesem Hilfstransport noch nicht erschöpft: „Das Lager ist deutlich übersichtlicher, aber noch nicht leer.“

(eh)

Quelle: op-online.de

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